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Ein potenzieller Kunde hat sich in deinem Onlineshop zurechtgefunden und will nun das ein oder andere Produkt bestellen – dem Abschluss der Bestellung steht eigentlich nichts mehr im Weg. Oder doch? Die Realität sieht oftmals anders aus und die letzte kritische Hürde muss noch überwunden werden: Der Checkout Prozess. Laut aktueller Studien liegt die Abbruchrate vor dem Bezahlen je nach Branche im Durchschnitt bei erschreckenden 40% bis 80%. Sicherlich fragst Du dich, wie Du also diese letzte Hürde mit einer möglichst geringen Abbruchrate überwinden kannst. Ganz einfach, indem Du deinen Checkout Prozess optimierst und kundenfreundlicher gestaltest.

Checkout Prozess: So optimierst Du ihn!

Mit dem Checkout steht und fällt der Erfolg deines Onlineshops. Wir haben daher in Zusammenarbeit mit Mollie ein Whitepaper erstellt, in dem wir für dich die wichtigsten Tipps zur Optimierung deines Checkouts zusammengefasst haben:

Conversion Optimierung im Checkout: 12 Tipps

  1. Gestalte den Checkout Prozess übersichtlich
  2. Finde das optimale Layout
  3. Biete einen Gastzugang
  4. Beschränke dich auf die wichtigsten Kundendaten
  5. Biete mehrere Zahlungsarten an
  6. Schaffe einen reibungslosen Bezahlvorgang
  7. Biete mehrere Versandoptionen an
  8. Automatisiere die Versandauswahl
  9. Biete kostenlosen Versand an
  10. Überlass deinen Kunden die Wahl
  11. Biete kurze Versandzeiten
  12. Biete ein emotionales Kundenerlebnis

1. Gestalte den Checkout Prozess userfreundlich

Viele Onlineshopper ziehen einen bequemen Einkauf im Internet dem in einem großen Einkaufszentrum vor. Das hat allerdings zur Folge, dass potenzielle Kunden in einem Onlineshop nicht nur auf die Preise oder auf die Produktvielfalt, sondern gerade im Checkout Prozess auch auf die Userfreundlichkeit und Transparenz achten. Doch wie kannst Du eine userfreundliche Gestaltung gewährleisten? Im Folgenden listen wir dir alle Möglichkeiten auf, die dir zur Verfügung stehen, um deinen Checkout Prozess zu optimieren:

Vertrauensstiftende Elemente: Gütesiegel

Zum einen sind vertrauensstiftende Elemente in Form von Online-Gütesiegeln eine gute und verlässliche Möglichkeit, potenziellen Kunden auf einen Blick zu zeigen, dass sie in deinem Onlineshop sicher einkaufen und auch auf einen exzellenten Service vertrauen können. Onlineshops mit Gütesiegeln erscheinen für Kunden attraktiver und sorgen für ein authentisches und professionelles Auftreten. Auch belegen Gütesiegel die Seriosität deines Onlineshops und geben deinen potenziellen Kunden ein Gefühl der Sicherheit.

Die wohl wichtigsten und bekanntesten Anbieter von Gütesiegeln sind:

    • Trusted Shops
    • EHI-Siegel
    • Käufersiegel vom Händlerbund
    • TÜV: s@fer-shopping
Checkout Prozess optimieren: Die bekanntesten Anbieter von Gütesiegeln

Visueller Checkout Prozess

Auch sehr wichtig für viele Onlineshopper ist ein visueller Checkout Prozess. Zeig deinen Kunden in einer Prozessanzeige bzw. einem Fortschrittsbalken an, bei welchem Schritt des Checkout Prozesses sie sich jeweils befinden. Jeder erledigte Schritt erscheint in dem Fall wie ein kleines Erfolgserlebnis. Agiere hier allerdings ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr. Biete deinen Kunden ebenfalls die Möglichkeit, zu vorherigen Teilschritten zurück zu navigieren und bei Bedarf diese zu überprüfen.

Schlanker Checkout Prozess

Je einfacher und schneller ein Kunde durch den Checkout Prozess geleitet wird, desto besser und auch wahrscheinlicher, dass es zu keinem Kaufabbruch kommt. Doch wenn wir ehrlich sind, ist es nahezu unmöglich, den Checkout Prozess auf lediglich einen einzigen Schritt zu beschränken. Aus einem ganz einfachen Grund:

Denn ein einziger Schritt bedeutet im Umkehrschluss das Ausfüllen eines langen Formulars – und kein Onlineshopper mag das. Fehler können sich leichter einschleichen, es ist meist unübersichtlich und wirkt auch noch demotivierend auf den Kunden. Erfahrungsgemäß ist ein schlanker Checkout Prozess optimal, der in maximal vier bis fünf Schritten abzuschließen ist. Der Onlineshop bonprix verhält sich vorbildlich und visualisiert den Checkout Prozess für seine Kunden in nur vier Schritten.

Wenn dein Herz dennoch an einem einstufigen Checkout Prozess hängt, empfehlen wir dir unbedingt A/B-Tests durchzuführen, denn manche Kunden werden durch einen zu kurzen Checkout Prozess eher verunsichert. Geh lieber auf Nummer sicher und prüfe mit dem Test, wie sich der einstufige Checkout Prozess auf deine Conversion auswirkt. Oder mach es so clever wie Amazon und ermögliche deinen Kunden zwischen einem einstufigen und mehrstufigen Checkout Prozess zu wählen.

Checkout Prozess optimieren: Schlanker Checkout Prozess von bonprix

2. Finde das optimale Layout für deinen Checkout Prozess

Deine Kunden sind in deinem Onlineshop fündig geworden und legen das ausgewählte Produkt in den Warenkorb. Soweit so gut. Doch Achtung: Das Speichern bzw. Ablegen des Artikels in den Warenkorb ist nicht gleichzusetzen mit einer erfolgreichen Bestellung bzw. einem abgeschlossenen Kauf. Auch im Bereich des Warenkorbs gibt es einige Optionen, deinen Checkout Prozess optimieren zu können und dadurch deine Abbruchrate zu verringern. Für das optimale Layout des Warenkorbs hast Du folgende Möglichkeiten:

Keine automatische Weiterleitung zum Warenkorb

Stell dir folgende Situation vor: Jedes Mal, wenn Du im Einkaufszentrum bzw. in einem stationären Laden ein neues Teil in deinen Wagen legst, wirst Du direkt zur Kasse geschickt. Hört sich ziemlich stressig und nervig an, oder? Genau so geht es vielen Online-Shoppern, die nach jedem Klick auf den Button „In den Warenkorb“ auch tatsächlich zu diesem weitergeleitet werden. Dies erscheint jedes Mal wie eine Aufforderung zum finalen Kaufabschluss, ohne vielleicht sogar tatsächlich fertig geshoppt zu haben.

Besser sind hier z.B. informative Pop-ups, die deinen Kunden verdeutlichen, dass sie ihr ausgewähltes Produkt in den Warenkorb gelegt haben. Dadurch vermeidest Du einen Orientierungsverlust deiner Kunden aufgrund eines lästigen Seitenwechsels und eine Unterbrechung des Onlinekaufs.

Jetzt kommt das große ABER: Generell solltest Du aber weitere Pop-ups während des Checkouts vermeiden – selbst wenn Du deine Kunden auf ein tolles Angebot oder einen Rabatt aufmerksam machen willst. Der Grund: Das Pop-up-Fenster deines Kunden kann möglicherweise durch den Browser blockiert werden und das wiederum kann die Performance deiner Checkout-Seiten verlangsamen. Viele Kunden empfinden lange Ladezeiten als unbehaglich oder fühlen sich durch Pop-ups einfach unnötig abgelenkt bzw. unterbrochen.

Korrekte Anzeige von Produktbild und Produktbeschreibung

Sorge ebenfalls dafür, dass deine Produktbilder und auch die Produktbeschreibungen im Warenkorb korrekt angezeigt werden. Zeig das ausgewählte Produkt in der richtigen Farbe an, um Kundenunsicherheit zu vermeiden. Sei transparent und weise deine Kunden zudem auch auf die Verfügbarkeit und Versanddauer des Artikels hin. Auch die Anzahl, die ausgewählte Größe sowie ein Link zum jeweiligen Produkt werden im Checkout Prozess gerne gesehen.

Einfache Anpassungsmöglichkeiten im Checkout Prozess

Fehler sind menschlich und können sich gerne mal einschleichen. Nichts ist ärgerlicher als die Tatsache, dass potenzielle Kunden den Kauf abbrechen, weil sie sich bei der Größe oder Anzahl des Produkts vertan haben. Ein bequemes Entfernen, Anpassen und Bearbeiten des Produkts im Checkout Prozess ist daher Pflicht. Optimal ist es, dies ohne Zurückgreifen auf das Produkt zu ermöglichen.

Checkout Prozess anpassen - Gobi

Transparenz bei der Kostenaufstellung

Weise so früh wie möglich (am besten bereits auf den jeweiligen Produktseiten) auf die finalen Versandkosten hin und schließ diese Kosten zudem auch sichtbar in den Endbetrag mit ein. Diese Kostentransparenz ist das A und O und vermittelt Vertrauen. Des Weiteren ist der Warenkorb außerdem der optimale Ort, um auf einen kostenlosen Rückversand, solltest Du diesen anbieten, hinzuweisen. Diese Information überzeugt auch die letzten unschlüssigen Käufer.

In diesem Sinne kannst und solltest Du den Kunden im Checkout Prozess sogleich auch auf sein Umtauschrecht aufmerksam machen. Retouren sind nämlich (anders als viele Onlinehändler denken), eine optimale Chance, Kunden an den eigenen Onlineshop zu binden, Kaufabbrüche zu verhindern und folglich den Umsatz zu steigern.

Transparenz bei deinen Versand- und Retourenrichtlinien

Verlinkungen zu deinen Versand- und Retourenrichtlinien sollten in deinem Onlineshop gut sichtbar eingebunden sein. Tatsächlich gibt die Mehrheit der deutschen Onlineshopper – satte 77% – an, vor der Bestellung die Retourenrichtlinien des Onlineshops zu prüfen. Das heißt, die Versand- und Retourenrichtlinien sollten nicht nur in deinem Warenkorb schnell erreichbar sein, sondern schon vor dem Checkout Prozess gesehen werden. Schau dir deinen Onlineshop genau an – an welcher Stelle kannst Du die Versand- und Retourenrichtlinien sichtbar und leicht zugänglich auf deine Seite bringen und so die Conversion Rate erhöhen?

Aussagekräftige Buttons

Eine lange Suche nach dem „Zur Kasse“ Button o. ä. ist für Kunden, die bequem einkaufen wollen, demotivierend und führt nicht selten noch im Checkout Prozess zum Kaufabbruch. Hebe wichtige Buttons und Weiterleitungen, wie z.B. „Weiter einkaufen“ und „Zur Kasse“, in möglichst unterschiedlichen und prägnanten Farben hervor. So stechen diese dem Kunden sofort ins Auge.

Speicherung vorheriger Sessions

Ein potenzieller Kunde hat Produkte in seinen Warenkorb gelegt und verlässt deinen Onlineshop doch kurz vor dem Kaufabschluss. Hierfür kann es vielerlei Gründe geben.

Nicht zu vergessen ist hier, dass dies auch ein Versehen sein kann oder der Kunde noch ein paar Tage über seinen Kauf nachdenken will, bevor er bestellt. Der Kunde ruft also deinen Onlineshop Stunden oder Tage später nochmal auf und stellt fest, dass sein Warenkorb gelöscht worden und leer ist. Ein sehr ärgerlicher Moment für den Käufer und eine entgangene Chance für dich. Eine gute Möglichkeit, deinen Checkout Prozess zu optimieren ist hierbei die Speicherung vorheriger Sessions. Falls eine E-Mail-Adresse vorhanden ist, kannst Du den Kunden abschließend nach einer gewissen Zeit über den noch offenen Einkauf informieren.

Doch wie handhabst Du als Onlinehändler Artikel, von denen nicht mehr viele auf Lager sind? Lass deine Kunden auch diese Artikel in ihrem Warenkorb speichern. Setz für Artikel mit geringem Bestand allerdings einen Countdown. Ist dieser fast abgelaufen, mach die jeweiligen Kunden erneut darauf aufmerksam. Folgt immer noch kein Kauf, kannst Du die entsprechenden Artikel anschließend aus dessen Warenkorb entfernen.

Effektives Tunneling im Checkout Prozess

Hat sich dein Kunde für eines oder mehrere Produkte final entschieden, sollte diesen nichts mehr vom eigentlichen Bestellprozess ablenken. Tunneling ist hier das Schlagwort. Durch das Ausblenden von Cross-Selling-Produkten oder nicht redundanten Informationen und durch das Konzentrieren auf das Wesentliche reduzierst Du somit die volle Aufmerksamkeit auf den puren Checkout Prozess.

Positivbeispiel: der Checkout Prozess bei Otto.de

Der Onlineshop Otto zeigt, wie ein optimaler Checkout Prozess aussieht. Das ausgewählte Produkt kann leicht entfernt, bearbeitet und sogar auf den Merkzettel verschoben werden. Die Versanddauer und Verfügbarkeit werden präsent angezeigt. Positiv auf den Einkauf wirkt sich auch die Kostentransparenz und der Hinweis auf die Eingabe von Gutscheincodes aus. Die Navigationsleiste bereitet den Kunden auf den Checkout Prozess vor und leitet ihn. Außerdem wird der Button „Zur Kasse“ in zweifacher Ausfertigung farblich hervorgehoben. Nichts lenkt somit den Kunden vom eigentlichen Bestellprozess ab.

Checkout Prozess optimieren: Positivbeispiel otto.de

3. Nutze im Checkout Prozess die Möglichkeit eines Gastzugangs

Die Kundenzwangsregistrierung ist vor allem bei Neukunden ein unbeliebtes und nerviges Thema. Schließlich wollen und sollen sich Neukunden zunächst einmal von dem Service und Angebot deines Onlineshops selbst überzeugen können, um sich dann anschließend freiwillig zu registrieren. Für einen optimalen Checkout Prozess biete potenziellen Kunden daher bestenfalls die Möglichkeit eines Gastzugangs an. Lass deinen Kunden so die Wahl und weise diese erst nach einer erfolgreichen Bestellung auf die Vorteile eines Kundenkontos hin.

Auch kann ein Hinweis wie folgt dem Kunden das Gefühl geben, die Entscheidung einer Registrierung überdenken zu können:

Sie haben nach Ihrer Bestellung noch die Möglichkeit, ein Kundenkonto zu errichten, um sich bei späteren Einkäufen die Tipparbeit zu ersparen.“ 

4. Begrenze dich auf die nötigsten Daten

Für die meisten Menschen ist die Angabe vieler persönlicher Daten bei Onlinebestellungen ein heikles und nerviges Thema. Hier lautet daher die Devise: Weniger ist mehr. Frag nur so viele Informationen wie nötig und gleichzeitig auch so wenige wie möglich ab. Weise deine Kunden hier auch stets auf die geltenden Datenschutzrichtlinien hin.

Bei der Abfrage von persönlichen Daten ist die Gestaltung des Formulars keine Geschmacksache. Hier musst Du bestimmte Grundregeln beachten.

So ist die grobe Reihenfolge bei den Kundendaten quasi vorgegeben:

  • Anrede
  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • E-Mail-Adresse

Grundsätzlich gilt also bei der Abfrage von Daten im Checkout Prozess: Fokussiere dich auf den Verkauf! Vermeide unnötige Fragen und gestalte deine Formulare so einfach wie möglich! Neben der erforderlichen Abfrage von Name, E-Mail-Adresse, Anschrift und rechtlichen Checkboxen wie beispielsweise für deine AGBs frag nur noch die Zahlungsdaten ab. Lass in deinem Checkout Prozess die Finger von einer Anmeldung zum Newsletter oder sonstigen Aktivitäten, die nicht direkt mit dem Kauf zu tun haben. Mit diesem Reduktionsprinzip bist Du auf der sicheren Seite.

Zudem gibt es noch viele weitere Punkte, die bei der Datenabfrage zu beachten sind und dir dabei helfen, deinen Checkout Prozess optimieren zu können.

Kennzeichnen von Pflichtfeldern

In der Regel benötigst Du als Onlinehändler drei persönliche Angaben deiner Kunden, um eine Bestellung erfolgreich zu versenden: den Namen, die Anschrift sowie die E-Mail-Adresse für Bestell- und Versandbestätigungen. Kennzeichne diese Pflichtfelder offensichtlich, zum Beispiel mithilfe von Sternchen.

Weitere Informationsangaben nachvollziehbar begründen

Fragst Du Informationen ab, die keinen ersichtlichen Mehrwert für die Bestellung und Lieferung haben? Dann gib in diesem Fall deine Gründe an, weshalb Kunden diese Information angeben können bzw. sollen. Sorge dafür, dass deine Kommunikation stets transparent ist und deine Gründe nachvollziehbar sind. Hier geht der Onlineshop H&M mit einem guten Beispiel voran und liefert einen nachvollziehbaren Grund für die Angabe des Geburtsdatums: „Wir benötigen dein Geburtsdatum, um dein Alter zu bestätigen. Um bei uns einzukaufen, musst Du mindestens 18 Jahre alt sein.“

Live-Validierung der eingegebenen Informationen und Daten

Lieferst Du deinen Kunden bei deren Informations- und Dateneingabe eine sofortige Fehlermeldung, sollte die Information Fehler enthalten und nicht zu dem jeweiligen Feld passen. Das gilt auch andersrum. Bestätige richtige Angaben des Kunden, sobald dieser diese eingegeben hat. Viele Menschen ziehen eine sofortige Belohnung einer verzögerten Belohnung vor. Auch hier ist der Onlineshop H&M ganz vorne dabei und fordert Kunden bei einer falschen Angabe sofort zur Korrektur auf.

Checkout Prozess optimieren: H&M - Live-Validierung der eingegebenen Informationen und Daten

Erklärungsfenster neben schwer verständlichen Feldern

Manche Informationsfelder sind für die einen oder anderen Menschen weniger gut verständlich als andere. So ist manchen Kunden vielleicht auch nicht direkt klar, was mit dem Sicherheitscode einer Kreditkarte gemeint ist. Für einen optimalen Checkout Prozess solltest Du neben den entsprechenden und schwer verständlichen Feldern stets sogenannte Erklärungsfenster anbringen und den Kunden dort, auch gerne visuell, seine offenen Fragen beantworten.

Lass deine Kunden im gesamten Bestellprozess nicht allein. Hilfreich hierbei ist die Angabe von Kontaktmöglichkeiten in Form eines Live-Chats oder einer kostenlosen Telefonhotline. Aber auch ein Hinweis auf deine FAQs kann für viele Kunden eine große Hilfe sein.

Intelligente Auswahlboxen

Die Rechnungsanschrift entspricht der Lieferanschrift? So lass den Kunden nicht erneut all seine Daten ausfüllen. Intelligente Auswahlboxen speichern hierbei die Eingaben der Kunden und ersparen die erneute und lästige Tipparbeit. Diese lässt sich beispielsweise auch sparen, indem Du deinen Kunden den Geburtstag über einen Kalender auswählen lassen.

Last but not least: Fasse die wichtigsten, von deinen Kunden getippten Angaben, im letzten Schritt des Checkout Prozesses noch einmal final zusammen. So wird den Kunden abschließend die Möglichkeit geboten, ihre Daten ein letztes Mal auf deren Richtigkeit zu überprüfen.

5. Biete eine Vielfalt an Zahlungsmöglichkeiten beim Checkout Prozess

Jeder dritte Onlinekauf wird abgebrochen, wenn die gewünschte Zahlungsoption nicht angeboten wird, so das Online-Preisvergleichsportal idealo. Bei einer Statista Studie aus dem Jahr 2017 gaben sogar 80% der Befragten an, einen Onlinekauf abgebrochen zu haben, weil nicht die gewünschte Zahlungsmethode zur Verfügung stand.

Doch warum ist das so?

Ganz einfach: Geschmäcker sind auch bei Zahlungsmöglichkeiten verschieden. Deine Aufgabe als Onlinehändler ist es daher, stets eine Vielfalt an Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, um möglichst viele verschiedene Geschmäcker zu treffen. Die Zahlung per Vorkasse, PayPal, Lastschrift, Online-Überweisung und Kreditkarte sind nur einige der beliebtesten Zahlungsarten. 

Promote die Vielfalt an Zahlungsmöglichkeiten in deinem Onlineshop, wenn möglich bereits auf deiner Startseite.

Du versendest deine Artikel auch international? Dann beachte hierbei unbedingt, dass deine Kunden je nach Land andere Zahlungsvorlieben haben. Während deutsche Onlineshopper den Kauf auf Rechnung und Zahlungsmethoden wie Klarna bevorzugen, werden von Kunden im Ausland andere Zahlungsmethoden präferiert. Beispielsweise ist für einen Onlineshop mit Käufern in den Niederlanden die iDEAL-Zahlungsmethode ein absolutes Must-have. In Großbritannien dagegen wird am liebsten per Wallet-Optionen wie Apple Pay oder per Karte bezahlt.

Erkundige dich daher im Voraus über länderspezifische Zahlungsarten und Zahlungsvorlieben, um einen optimalen Checkout Prozess anzubieten. Neben dem Wohnort solltest Du für deine Wahl der Zahlungsmethoden auch das Alter deiner Zielgruppe berücksichtigen. Ältere Onlineshopper zahlen eher per Banküberweisung oder Kreditkarte, jüngere setzen auf digitale Zahlungsdienste oder bestellen häufiger auf Rechnung.

Du siehst, um den „Kauf auf Rechnung“ kommst Du in Deutschland bei deinem Checkout Prozess nicht herum. Zumal diese Zahlart immer beliebter wird. Natürlich, der Kauf auf Rechnung ist ein Vertrauensvorschuss – aber den bringen dir auch die Onlineshopper entgegen, wenn sie sich für deine Produkte entscheiden. Um ganz sicherzugehen, nutze am besten garantierte Zahlungsmethoden wie Klarna und Du hast die Gewissheit, dass Du deine Rechnung auch beglichen wird.

Checkout Prozess - Zahlungsarten

6. Gestalte den Bezahlvorgang so reibungslos wie möglich

Alles, was einfach ist, ist gut. Das gilt besonders für den Bezahlvorgang in deinem Checkout Prozess. Bleib deshalb immer am Ball und biete deinen Kunden moderne Zahlungsmethoden wie Apple Pay oder andere digitale Zahlungsdienste in deinem Onlineshop an. Dein Ziel sollte es sein, den Kaufabschluss für deine Kunden so leicht wie möglich zu gestalten. Bei digitalen Zahlungsdiensten sind die Zahlungsdaten deiner Kunden bereits gespeichert und sie sind nur einen Klick vom Kaufabschluss entfernt, ohne erneut Rechnungsdaten eingeben zu müssen. 

Biete die Ein-Klick-Zahlung deinen wiederkehrenden Kunden an und ermögliche es, bei der ersten Bestellung, die Zahlungsdaten in deinem Onlineshop zu speichern. Schon beim nächsten Einkauf können deine Kunden noch fixer und einfacher bei dir bestellen – und das bedeutet für dich weniger Absprünge und damit mehr Umsatz!

Der neueste Hype, den Du für die Optimierung deines Checkout Prozesses unbedingt ausprobieren solltest, ist die iFrame-Zahlungslösung. Bei dieser sehr kundenfreundlichen Lösung wird die Beizahlseite deines Zahlungsdienstleisters direkt in deine Checkout-Seite per iFrame eingebunden. So bleibt dein Kunde ganz bei dir und wird nicht auf eine andere Seite zur Bezahlung weitergeleitet. Ein nahtloses Shopping-Erlebnis, mit dem Du richtig punkten kannst!

7. Biete mehrere Versanddienstleister und Versandoptionen für alle Geschmäcker

Ähnlich wie bei den Zahlungsarten sind auch bei den Versanddienstleistern die Geschmäcker verschieden. Allerdings sind die Zahlen hier erschreckender: Im Durchschnitt bricht nämlich jeder zweite Online-Shopper im Checkout Prozess den Kauf ab, wenn die angebotenen Versanddienstleister sowie Versand- und Retourenoptionen nicht ihren Erwartungen entsprechen.

Für einen optimalen Checkout Prozess solltest Du deinen Kunden auch hier eine breitgefächerte Auswahl an Versanddienstleistern und Versandoptionen anbieten, um stets alle Geschmäcker zu bedienen. Sendcloud setzt genau hier an und liefert dir eine optimale Lösung für deinen Onlineshop.

Doch welcher Versanddienstleister passt zu deinem Onlineshop? Wir haben die größten Paketdienste miteinander verglichen:

Durch das Kombinieren mehrerer Paketdienste wie DHL, DPD, UPS, GLS, Deutsche Post, FedEx & Co. bietet Sendcloud dir und deinen Kunden die nötige Flexibilität. Vorteile sind ein einfacher und nachvollziehbarer Versandprozess und Zeiteinsparungen bei jeder Bestellung. Das Beste daran: Du optimierst mithilfe von Sendcloud nicht nur deinen Checkout Prozess und erhöhst somit deine Conversion Rate, nein – Du sparst dabei auch noch hohe Versandkosten aufgrund unterschiedlicher Preismodelle, die genau auf deine Bedürfnisse angepasst sind.

Sowohl für Versand- als auch Zahlungsarten gilt: zeig auch die Logos dazu! Indem Du während des Zahlungsvorgangs auch die Logos der Zahlungs- und Versandarten abbildest, schaffst Du noch mehr Vertrauen in deinen Onlineshop. Denn deine Kunden sehen auf den ersten Blick, dass Du mit namhaften Kreditunternehmen und Logistikpartnern zusammenarbeitest.

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8. Wähle automatisch den besten Versanddienstleister aus

Wie das? Ganz einfach, leg Wenn-dann-Versandregeln fest – wie etwa: Wenn die Größe, das Gewicht oder der Wert deiner Ware eine bestimmte Grenze überschreitet, dann soll der Versanddienstleister mit den geringsten Versandkosten bzw. dem günstigsten Versicherungsschutz deinen Kunden angeboten werden. Mit den intelligenten Versandregeln von Sendcloud kannst Du diese automatische Versanddienstleister-Auswahl ganz einfach für deinen Checkout Prozess einrichten und deinen Kunden damit immer die beste Versandmethode für ihren Einkauf bieten.

9. Biete den kostenlosen Versand an

Zugegeben, dieser Tipp für deinen Checkout Prozess ist nicht neu, aber er ist so wertvoll, dass er hier nicht fehlen darf. Wenn Du es finanziell einrichten kannst, sollte der kostenlose Versand in deinem Onlineshop nicht fehlen. Lass dich nicht gleich davon abschrecken, halte dir vor Augen, dass der kostenlose Versand die Conversion Rate, Wiederholungskäufe und letztendlich die Zufriedenheit deiner Kunden um ein Vielfaches erhöht. Kaufabbrüche wegen hoher Versandkosten gehören damit der Vergangenheit an. 

Viele Onlinehändler setzen beim kostenlosen Versand auf eine clevere Strategie: Sie knüpfen den kostenlosen Versand an einen Mindestbestellwert. Das Ergebnis ist nicht nur mehr Kundenzufriedenheit, sondern auch ein höherer Bestellwert. Denn 57% der Verbraucher in Deutschland geben an, noch mehr in ihren Warenkorb zu legen, um den Mindestbestellwert für den kostenlosen Versand zu erreichen. Du siehst, das Angebot des kostenlosen Versands, ist eine Investition, die sich richtig für dich rechnen kann!

10. Überlasse deinen Kunden die volle Kontrolle

Deine Kunden sollten unbedingt zu jederzeit im Checkout Prozess die Kontrolle behalten. Dennoch sind viele Checkboxen (wie z.B. zur Anmeldung für den Newsletter oder zur Bestätigung der AGBs) bereits via Häkchen aktiviert. Dieser vermeintlich unwichtige Punkt sollte keinesfalls vernachlässigt werden, denn dieser entzieht deinen Kunden die Kontrolle. Im schlimmsten Fall kann es nämlich passieren, dass deine Kunden die entsprechenden Häkchen übersehen und anschließend ungewollt Newsletter und Co. von dir erhalten. Dies ist für eine langfristige Kundenbindung definitiv nicht von Vorteil.

11. Lass deine Kunden nicht zu lange warten

Grundsätzlich sollte die Standard-Lieferzeit beim Versand innerhalb Deutschlands nicht länger als 4,5 Tage dauern. Das ist die Höchstgrenze, die von der Mehrheit der deutschen Onlineshopper gerade noch akzeptiert wird. Erwartet werden aber für eine Standardlieferung eher 2 bis 3 Tage. Bleib deshalb am besten in diesem Rahmen und lass deine Kunden idealerweise nicht länger als 3 Tage warten.

Komme zudem deinen Kunden entgegen und biete die Expresslieferung am selben oder nächsten Tag oder auch an einem Wunschtermin als Option an. Ein Angebot, das ankommt – denn ein Drittel der Onlineshopper ist bereit, für diesen Premium-Versand ihrer Bestellung mehr zu bezahlen.

Auch bei der Lieferung gilt: Information ist Trumpf. Informiere deshalb deine Onlinekäufer über die Versandrichtlinien und Liefermethoden deines Versanddienstleisters und geh sicher, dass die Erwartungen deiner Kunden bei der Zustellung auch erfüllt werden.

Checkout Prozess - Wartezeit Versand

12. Halte Emotionen nach dem Kauf aufrecht

Glückwunsch! Durch einen optimalen Checkout Prozess hat dein Kunde nun den Kauf abgeschlossen und ist glücklich, dass seine bestellten Produkte bald auf dem Weg zu ihm sind. Doch wie geht es weiter? Auf keinen Fall solltest Du deine Kommunikation jetzt mit dem Kunden beenden. Nutze das Marketingpotential im Lieferprozess und sorge für eine fortlaufende Kundenkommunikation und Aufrechterhaltung der Emotionen – auch nach dem Kauf. Im Folgenden listen wir dir all deine Möglichkeiten auf.

Bestellbestätigung und personalisierte Track & Trace Benachrichtigungen zum Sendungsstatus

Biete deinen Kunden stets die Möglichkeit, die Zusammenfassung ihrer Bestellungen auszudrucken oder zu speichern. Dies versichert deinen Kunden, dass mit der Bestellung alles funktioniert hat und spricht somit ihre Emotionen an. Sie werden nochmals davon überzeugt, dass die Bestellung in deinem Onlineshop eine gute Entscheidung war.

Stelle deine Kunden während des Versands folgende Informationen bereit:

  •       Wann wird das Paket verschickt?
  •       Wo und wie kann das Paket getrackt werden?
  •       Wann kann man voraussichtlich mit der Zustellung rechnen?

Wusstest Du, dass Track & Trace E-Mails zum Sendungsstatus sehr hohe Öffnungs- und Klickraten haben? Nutze diese Chance und richte jetzt deine persönliche Tracking-Seite sowie persönliche Track & Trace Benachrichtigungen ein, um deine Kunden nicht mehr auf die Seite des Versanddienstleisters weiterzuleiten und gleichzeitig die Anzahl deiner Kundenanfragen zum Sendungsstatus zu reduzieren.

Checkout Prozess - Tracking Sendcloud

Kurz gesagt: Nutze diese einmalige Chance mit personalisierten Track & Trace Benachrichtigungen, um deine Kunden langfristig an deinen Onlineshop zu binden. Ergänzen kannst Du das Kundenerlebnis auch nach der Zustellung zudem, indem Du beispielsweise auf ein besonders ansprechendes Design deiner Versandverpackung setzt.

Hinweis auf ein Kundenkonto

Jetzt, nachdem deine Kunden ihre Produkte erfolgreich bestellt haben, sind sie wieder empfänglich für andere Dinge. Weise sie nun nochmals (falls noch nicht geschehen) auf die Vorteile eines Kundenkontos hin. Die Daten deiner Kunden werden so im Onlineshop gespeichert und dies spart bei weiteren Einkäufen die erneute und lästige Tipparbeit.

Feedback erhalten

Nach einer erfolgreichen Bestellung kommt der optimale Zeitpunkt für ein kurzes Feedback seitens deiner Kunden. Schließlich willst Du wissen, wie zufrieden sie mit dem Kauf in deinem Onlineshop waren und ob es Bereiche gibt, die Du eventuell überarbeiten und optimieren solltest. Oftmals reicht hierfür eine Sternebewertung des Checkout Prozesses von eins bis fünf aus.

Checkout Prozess optimieren: Noch mehr Tipps im neuen Whitepaper von Sendcloud und Mollie

In Zusammenarbeit mit dem Paymentdienstleister Mollie haben wir ein kostenloses Whitepaper für dich erstellt, das 23 nützliche Tipps zur Optimierung deines Checkout Prozesses übersichtlich für dich aufbereitet enthält. Dabei erfährst Du, wie Du Warenkorbabbrüche minimierst und deine Conversion Rate erhöhst. Schönes Extra am Ende: die Schritt-für-Schritt-Checkliste, die dir dabei hilft, einen möglichst conversionstarken Checkout in deinem Onlineshop zu implementieren.

So – Du hast es fast geschafft und wir sind nun am Ende unserer 12 Tipps, wie Du deinen Checkout Prozess optimieren kannst. Es wird deutlich, dass der Checkout Prozess in vielen Teilbereichen viele Optimierungsmöglichkeiten bietet, die deinen Onlineshop langfristig zum Wachstum und Erfolg führen. Selbstverständlich ist eine Optimierung des Checkout Prozesses keine Garantie für höhere Umsätze. Jedoch bietet sich deinem Onlineshop somit eine sehr gute Chance, die Kaufabbruchrate im Checkout Prozess zu verringern.

Bei der Versandoptimierung deines Checkout Prozesses kann dich Sendcloud unterstützen: mit nur wenigen Klicks sind die beliebtesten Versanddienstleister und Versandmethoden deiner (potenziellen) Kunden im Checkout angebunden! Erstelle jetzt deinen kostenlosen Account und optimiere deinen Versandprozess:

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Vinzenz Ager

Vinzenz Ager

Als Digital Content Specialist bei Sendcloud ist Vinzenz für Content Marketing im DACH-Raum zuständig. Als begeisterter Online-Shopper weiß er aus erster Hand, worauf es im Onlinehandel ankommt. Er unterstützt mehr als 23.000 Onlinehändler mit seinem Wissen dabei, ihre Versandlogistik im E-Commerce zu optimieren und ihre Conversion Rate nachhaltig zu erhöhen.

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