Update: 24.08.2020

Noch ist es mit dem Coronavirus in der Logistik noch nicht geschafft: Das Coronavirus wurde zwar in Deutschland vorerst eingedämmt, schleichend zeichnet sich aber bereits eine zweite Welle ab. Zudem konnte in Ländern wie etwa den USA oder Brasilien das Virus noch nicht gestoppt werden. Paketdienste kämpfen noch immer mit einer Reduzierung der verfügbaren kommerziellen Luftfrachtkapazitäten, höheren Wartezeiten und Laufzeitverzögerungen aufgrund von Grenzkontrollen sowie gänzlich gesperrten Destinationen. Das stellt eine große Belastung für die Logistik dar und zwingt viele Paketdienste zum Handeln, um eine operative Kontinuität zu gewährleisten und dem Versorgungsauftrag nachzukommen.

Wie reagieren Paketdienste auf das Coronavirus in der Logistik?

Wir möchten Sie als Onlinehändler mit diesem Artikel über den Status und die Auswirkungen des Coronavirus in der Logistik auf Ihre Verkäufe und nicht weniger wichtig: die Zustellung aller Ihrer Pakete informieren. Daher finden Sie hier alle Updates zum Coronavirus in der Logistik im Überblick. So bleiben Sie stets auf dem Laufenden und wissen jederzeit, wie Paketdienste wie DHL, UPS, GLS, DPD, Deutsche Post und DHL Express auf die Corona-Krise reagieren.

Corona-Updates der Paketdienste im Überblick!

In den letzten Wochen und Monaten hat sich die Zustellsituation von Paketen wieder deutlich entschärft. Während die Zustellung innerhalb Deutschlands fast ohne Probleme sichergestellt ist, kann es beim internationalen Versand allerdings aufgrund behördlicher Anordnungen und Ausfällen bei Flugverbindungen zu Einschränkungen und Laufzeitverzögerungen im Handelsverkehr kommen. Bitte besuchen Sie daher regelmäßig die Webseiten der Paketdienste für aktuelle Informationen zu besonders betroffenen Regionen und Sperrzonen.

Reaktion und Maßnahmen von DHL im Kampf gegen das Coronavirus

Coronavirus in der Logistik – Einschränkungen bei DHL:

DHL vermeldet beim Versand innerhalb Deutschlands keine wesentlichen Einschränkungen. Auch haben die meisten DHL Paketshops und Filialen in der Regel wieder wie gewohnt geöffnet.

Bei internationalen Sendungen kann es aufgrund von Grenzkontrollen, Wegfall von Flugverbindungen und weiteren Quarantänemaßnahmen zu Laufzeitverzögerungen kommen.

Während der Versand in die meisten europäischen Länder grundsätzlich wieder möglich ist (Ausnahmen: Livigno (Italien) und Campione d’Italia), ist vor allem der Versand nach Nord-, Süd- und Mittel-Amerika sowie Afrika teilweise noch stark eingeschränkt. Tägliche Informationen und Änderungen zu den jeweiligen Destinationen finden Sie auf der Webseite von DHL.

Alle Sendungen, die DHL für gesperrte Zielländer/-regionen übergeben werden oder vor kurzem übergeben wurden, werden umgehend an den Absender retourniert. Sollte sonst die betreffende Lieferadresse (national sowie international) von einer Schließung betroffen sein oder es kann dauerhaft nicht zugestellt werden, werden Sendungen ebenfalls umgehend an den Absender retourniert.

Geschäftskunden von DHL sollen wissen, dass die Regelabholung von Paketen in Deutschland nach wie vor ohne Einschränkungen abläuft (auch in Risikogebieten angrenzender Nachbarländer). Dabei gilt die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50m.

DHL empfiehlt allgemein auch das Festlegen eines Ablageorts oder die Nutzung einer Packstation, um die Infektionsrisiken durch persönliche Kontakte zu reduzieren. Eine weitere Maßnahme ist daher auch der Verzicht auf die Empfängerunterschrift bei der Zustellung von Paketen sowie Übergabeeinschreiben.

DHL ist auch in einem Krisen- oder Katastrophenfall gesetzlich dazu verpflichtet, die Paketbeförderung (bis 10 kg) aufrechtzuerhalten.

Quelle: DHL, 24.08.2020

Reaktion und Maßnahmen von DHL Express im Kampf gegen das Coronavirus

Coronavirus in der Logistik – Einschränkungen bei DHL Express:

DHL Express ergreift kontinuierliche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, Kunden und Partner und vergewissert, den weltweiten Service so gut es geht aufrechtzuerhalten.

Grundsätzlich ist der Versand über DHL Express in Europa wieder gewährleistet. Beim Versand außerhalb Europas müssen Sie sich allerdings darüber informieren, ob Ihr Zielgebiet beliefert werden kann, ob es Beschränkungen bei bestimmten Warengruppen gibt (wie Schutzmasken und medizinische Produkte) und ob es aktuell zu Laufzeitverzögerungen kommt (je nach Region aktuell bis zu 15 Tage!).

Europa

  • Deutschland: Import nur von in der EU hergestellten Gesichtsmasken
  • Frankreich: Import nur von in der EU hergestellten Gesichtsmasken
  • Kroatien: Import medizinischer Ausrüstung und Gesichtsmasken nur gegen Vorlage eines CE-Zertifikats (Registrierung nötig!)
  • Portugal: Import nur von in der EU hergestellten Gesichtsmasken
  • Rumänien: Export medizinischer Produkte derzeit untersagt
  • Russland: Exportverbot für medizinische Produkte bis vorerst 30. September; Nur Medizinunternehmen sind aktuell dazu berechtigt, Schutzmasken zu importieren (Registrierung erforderlich!)
  • Spanien: Import medizinischer Produkte nur mit Lizenz möglich
  • Türkei: Samstagsabholung nicht möglich; Export medizinischer Produkte nur nach Genehmigung
  • Nord-Zypern: Service eingestellt

Afrika / Nahost

  • Saudi-Arabien: Import von Masken nur bei Registrierung/nach Genehmigung

Amerika / Karibik

  • Bahamas: aufgrund Lockdowns keine Zustellung möglich (vorerst bis 25. August)
  • Brasilien: kein Export von Produkten zulässig, die in Zusammenhang mit COVID-19 stehen
  • Kuba: Service eingestellt
  • USA: Import von Medikamenten streng kontrolliert (genaue Inhaltsbeschreibung erforderlich); Kein Import von rezeptfreien Medikamenten durch Privatpersonen (gilt auch für B2C!); Versand von Schutzausrüstung erfordert genaue Herstellerangaben

Asien / Pazifik

  • Australien: Kundenschalter im Bundesstaat Victoria und in Melbourne vorerst geschlossen; Export von Schutzausrüstung nur für Eigenbedarf, Verwandte, humanitäre Organisationen, australische Hersteller oder Personen, die eine Geschäftsstelle in Australien haben
  • Bhutan: aufgrund Lockdowns keine Zustellung möglich (vorerst bis 29. August); Ausnahme: medizinische Güter oder besonders eilige Sendungen (Genehmigung erforderlich!)
  • China: aufgrund Lockdowns keine Zustellung in Urumqi möglich (vorerst bis 22. August); ansonsten: Export medizinischer Produkte nur nach Registrierung und Bereitstellung erforderlicher Exportdokumente
  • Indien: aufgrund Lockdowns keine Zustellung in ausgewählten PLZ-Gebieten (vorerst bis 31. August)
  • Indonesien: Export von Gesichtsmasken bis auf Weiteres untersagt
  • Nepal: aufgrund Lockdowns nur Import von Packstücken bis maximal 100 kg und kleiner als 100x80x80cm zulässig (vorerst bis 27. August)
  • Osttimor: Zustellung nur von Packstücken bis maximal 70 kg (max. 32 kg pro Paket) und kleiner als 80x80x80cm zulässig
  • Philippinen: Lokale Einschränkungen bis vorerst 31. August
  • Sri Lanka: Export von Masken nur nach Genehmigung
  • Taiwan: Export von Schutzmasken nur nach Genehmigung (Masken ohne Filter gegen Vorlage einer eidesstattlichen Erklärung)
  • Thailand: Export von Schutzmasken/Import medizinischer Produkte nur nach Genehmigung
  • Vietnam: Import medizinischer Produkte erfordert Lizenz

Des Weiteren hat DHL Express zum Schutz der eigenen Mitarbeiter und Kunden festgelegt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, vorerst nicht im Einsatz für DHL Express sind. Auch wurden die Services „Nachname“ sowie „Abholung gegen Barzahlung“ ausgesetzt, um den Umgang mit Bargeld zu minimieren. Zudem besteht ebenso die Möglichkeit der kontaktlosen Zustellung, die über „DHL On Demand Delivery“ gebucht werden kann.

Beachten Sie: Aktualisierter Emergency Situation Zuschlag zum 01. Juli 2020

Die massive Reduzierung der verfügbaren kommerziellen Luftfrachtkapazität und der Destinationen (aufgrund des Coronavirus in der Logistik) hat DHL Express zu mehr indirekten Routen und zum Kauf von zusätzlichem Frachtflugzeugkapazitäten veranlasst. Um die operative Kontinuität zu gewährleisten und die Welt weiterhin mit einem qualitativ hochwertigen Service zu versorgen, erhebt DHL Express für Sendungen aus Deutschland für die verschiedenen internationalen Zielregionen folgende Notlagenzuschläge:

  • Hongkong & China: 0,20 Euro pro kg
  • Australien & Neuseeland: 0,20 Euro pro kg
  • Restliches Asien: 0,20 Euro pro kg
  • Rest der Welt: 0,20 Euro pro kg

Der Notlagenzuschlag gilt bis auf Weiteres ab dem 01. Juli 2020.

Quelle: DHL Express, 24.08.2020

Reaktion und Maßnahmen von Deutsche Post im Kampf gegen das Coronavirus

Coronavirus in der Logistik – Einschränkungen bei der Deutschen Post:

Auch die Deutsche Post meldet derzeit national keine Einschränkungen der Leistungen, da die Postzustellung als notwendig erachtet und daher immer fortgesetzt wird. Filialen haben in der Regel wieder normal geöffnet. Die Deutsche Post empfiehlt die Festlegung eines Ablageorts oder die direkte Adressierung an eine Packstation.

Geschäftskunden der Deutschen Post sollen wissen, dass Regelabholungen in Deutschland nach wie vor ohne Einschränkungen ablaufen (auch in Risikogebieten angrenzender Nachbarländer). Dabei gilt die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50m.

Des Weiteren können sich aufgrund von Grenzkontrollen oder dem Wegfall von Flugverbindungen Einschränkungen und Verzögerungen im internationalen Briefverkehr ergeben. Aktuelle Statusmeldungen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Post.

Beim internationalen Versand kommt es zu Einschränkungen. Während der Versand in die meisten europäischen Länder fast vollständig wieder möglich ist, ist vor allem der Versand nach Nord-, Süd- und Mittel-Amerika sowie Afrika teilweise nicht möglich. Tägliche Informationen und Änderungen zu den jeweiligen Destinationen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Post.

Für gesperrte Destinationen übergebene Sendungen werden zeitnah an den Absender zurückgesandt.

Des Weiteren hat die Deutsche Post zum Schutz der eigenen Mitarbeiter sowie Kunden folgende 7 Tipps für einen sicheren Briefempfang veröffentlicht:

  • Abstand halten: Ob an der Haustür oder in der Filiale gilt: Auf Abstand bleiben und keine Hände schütteln. Stattdessen zur Begrüßung/zum Abschied gerne einander anlächeln.
  • Hände waschen: Das Risiko, dass sich das Covid-19 Virus durch Kontakt mit Objekten, wie z.B. Pakete oder Briefe, ausbreiten kann, ist sehr gering. Grundsätzliches Händewaschen ist in diesen Tagen immer eine gute Idee.
  • Kontaktfreie Empfangsbestätigung: Auch die Deutsche Post verzichtet aktuell bei der Übergabe von Sendungen auf eine Empfängerunterschrift. Stattdessen dokumentieren die Zusteller die erfolgreiche Zustellung mit ihrer eigenen Unterschrift.
  • Ablageort einrichten: Wenn es die Wohnsituation zulässt, empfiehlt die Deutsche Post den Abschluss eines Ablagevertrags. So kann der Zusteller Sendungen auf dem Grundstück zustellen. Der Service ist online buchbar und kostenlos.
  • Packstationen nutzen: Wer keinen sicheren Ablageort zur Verfügung hat, kann alternativ die kontaktlose Zustellung an eine Packstation vereinbaren (online buchbar und kostenlos).
  • Täglich den Briefkasten leeren: Zugestellt werden kann nur, wenn auch Platz im Briefkasten ist. Bei einer regelmäßigen Leerung des Briefkastens muss möglichst wenig zur Filiale gebracht werden.
  • Verständnis haben: Alle müssen jetzt zusammenhalten und das Beste aus der aktuellen Lage machen. Sollten Sendungen etwas länger unterwegs sein, sollten Kunden bitte Verständnis für die Verzögerungen haben. Gerade bei Sendungen nach Übersee wird zur Ermöglichung des Transports gekämpft.

Die Deutsche Post ist auch in einem Krisen- oder Katastrophenfall gesetzlich dazu verpflichtet, die Brief- (bis 1000g), Postzustellurkunden-, Einschreiben- und Nachnahmesendungen sowie Paketbeförderung (bis 10 kg) in Deutschland aufrechtzuerhalten.

Quelle: Deutsche Post, 24.08.2020

Reaktion und Maßnahmen von GLS im Kampf gegen das Coronavirus

Coronavirus in der Logistik – Einschränkungen bei GLS:

GLS versucht national dem Versorgungsauftrag nachzukommen und stellt die nationale Abholung und Zustellung von Paketen sicher. Laut eigenen Aussagen ist der Paketdienst auf eine Verschärfung der Lage in Deutschland vorbereitet.

Paketshops von GLS haben aktuell wieder normal geöffnet.

Der Paketdienst bittet darum, im Vorfeld mit Empfängern zu klären, ob Sendungen angenommen werden können. Des Weiteren bietet GLS die Möglichkeit der kontaktlosen Zustellung für Versender und Empfänger.

Wenn Empfangsstellen geschlossen sind, werden in der aktuellen Situation Pakete zeitnah an den Versender retourniert. Wenn Sie oder Ihre Kunden eine persönliche Zustellung vermeiden möchten, erteilen Sie GLS eine Abstellgenehmigung zur kontaktlosen Zustellung.

Auch ist international der Export und Import von Paketsendungen weiterhin (mit Einschränkungen) möglich. Auch hier ist es ratsam, im Vorfeld mit Ihren Empfängern in den jeweiligen Ländern zu klären, ob Sendungen angenommen werden können, da diese sonst sofort retourniert werden.

GLS weist außerdem darauf hin, dass aufgrund von Beschränkungen durch gesperrte Postleitzahlgebiete Zustellungen und Abholungen in folgenden Ländern / PLZ-Gebieten weiterhin noch nicht möglich ist bzw. nur eingeschränkt:

  • Zypern: aktuell Laufzeitverzögerungen
  • Großbritannien: kein zweiter Zustellungsversuch bei B2B-Sendungen; Maximalgewicht von 30 kg pro Paket
  • Rumänien: keine Zustellung oder Abholung in den PLZ-Gebieten 117080 und 117360

Bitte beachten: Seit dem 06. April 2020 gilt beim innereuropäischen Versand mit GLS ein Maximalgewicht von 31,5 kg pro Paket (30kg für Großbritannien!)

Quelle: GLS, 24.08.2020

Reaktion und Maßnahmen von UPS im Kampf gegen das Coronavirus

Coronavirus in der Logistik – Einschränkungen bei UPS:

UPS betont, dass gewisse Umstände wie Unwetter, Naturkatastrophen oder auch die aktuelle Corona-Krise gelegentlich die gewohnten Dienste stören können. Dennoch versichert UPS auch, Kunden nach wie vor wie gewohnt zu betreuen, es sei denn, dass aufgrund staatlicher Beschränkungen eine Zustellung gegebenenfalls nicht möglich ist.

Zustellungen und Abholungen über UPS sind innerhalb Deutschlands also montags bis freitags weiterhin möglich. Nach eigenen Aussagen wird die Situation genau beobachtet, um die minimalsten Auswirkungen auf die Services sicherzustellen.

Allerdings sind, je nach getroffenen Maßnahmen im jeweiligen Land, Paketzustellungen möglicherweise noch nicht wieder durchführbar, da Geschäfte oder Betriebe geschlossen wurden oder Einschränkungen in verschiedenen Postleitzahlen gelten.

In diesem Fall werden die Pakete an den Absender zurückgeschickt. Unzustellbare Pakete, die aufgrund dieses Notfalls nicht zugestellt werden können, haben einen entsprechenden Sendungsverfolgungsstatus:

  • C5 – Emergency
  • DH – NO UPS CNTRL

UPS-Kunden sind auch nicht mehr verpflichtet, für Sendungen zu unterschreiben (ausgenommen hiervon sind einige Speziallieferungen, bei denen UPS vertraglich dazu verpflichtet ist).

Des Weiteren ist der (inter)nationale Versand und die Zustellung derzeit wie folgt beeinträchtigt:

Europa

  • Deutschland: Einschränkungen beim Versand von Schutzausrüstung und medizinischen Produkten
  • Belgien: Keine Annahme von Bargeldzahlungen durch UPS-Zusteller; Einschränkungen beim Versand von Schutzausrüstung und medizinischen Produkten
  • Tschechische Republik: Einschränkungen beim Versand von Schutzausrüstung und medizinischen Produkten
  • Frankreich: Einschränkungen beim Versand von Schutzausrüstung und medizinischen Produkten
  • Italien: Samstagszustellung ausgesetzt; Einschränkungen beim Versand von Schutzausrüstung und medizinischen Produkten
  • Polen: Einschränkungen beim Versand von Schutzausrüstung und medizinischen Produkten
  • Spanien: Samstagzustellung durch UPS Express spätestens am Tagesende anstatt um 12 Uhr; Einschränkungen beim Versand von Schutzausrüstung und medizinischen Produkten
  • Russland: Einschränkungen beim Versand von Schutzausrüstung und medizinischen Produkten

Indischer Subkontinent

  • Bangladesch: Laufzeitverzögerungen aufgrund lokaler Lockdowns
  • Indien: aufgrund Lockdowns keine Zustellung in ausgewählten PLZ-Gebieten (vorerst bis 31. August)

Asien / Nahost

  • China: Export medizinischer Produkte nur nach Registrierung und Bereitstellung erforderlicher Exportdokumente
  • Saudi-Arabien: erwartete Laufzeitverzögerungen
  • Pakistan:  erwartete Laufzeitverzögerungen

Afrika

  • Nigeria: geringfügige Laufzeitverzögerungen aufgrund eingeschränkten Flugbetriebs
  • Südafrika: Laufzeitverzögerungen aufgrund Lockdowns
  • Marokko: Laufzeitverzögerungen

Auch kann es aufgrund behördlicher Anweisungen in Asien, im Nahen Osten, Afrika, indischer Subkontinent bzw. Zentralasien zu Einschränkungen bei der Zustellung kommen. Alle genauen Informationen finden Sie auf der Webseite von UPS.

Beachten Sie: Seit dem 26. März 2020 setzt UPS bis auf Weiteres die UPS Geld-zurück-Garantie für alle Sendungen weltweit aus.

Quelle: UPS, 24.08.2020

Corona-Krise: Maßnahmen von DPD

Coronavirus in der Logistik – Einschränkungen bei DPD:

Auch bei DPD sind wieder die meisten Paketshops für Kunden geöffnet, nachdem diese bis zum 25. März 2020 nur eingeschränkt zur Verfügung gestanden hatten. Welche Paketshops wo geöffnet sind, können Sie auf der Webseite von DPD einsehen. Auch arbeiten die Paketzentren von DPD nach wie vor in vollem Umfang.

Videobotschaft von Eric Malitzke | CEO DPD Deutschland

„Wir sorgen in Deutschland dafür, dass Ihre Sendungen bei Ihnen ankommen – auch in schwierigen Zeiten. Bleiben Sie gesund!“

Beim internationalen Paketversand in die Regionen Afrika / Nahost, Amerika / Karibik und Asien / Pazifik kann es aufgrund ausgesetzter Flugverbindungen zu Laufzeitverzögerungen kommen. Auch ist aufgrund behördlicher Anweisung in einzelnen Gebieten weltweit der Service für DPD Express unter Umständen nur eingeschränkt möglich.

DPD Express – Aktuelle Serviceeinschränkungen

Europa

  • Deutschland: Import nur von in der EU hergestellten Gesichtsmasken
  • Frankreich: Import nur von in der EU hergestellten Gesichtsmasken
  • Kroatien: Import medizinischer Ausrüstung und Gesichtsmasken nur gegen Vorlage eines CE-Zertifikats (Registrierung nötig!)
  • Portugal: Import nur von in der EU hergestellten Gesichtsmasken
  • Rumänien: Export medizinischer Produkte derzeit untersagt
  • Russland: Exportverbot für medizinische Produkte bis vorerst 30. September; Nur Medizinunternehmen sind aktuell dazu berechtigt, Schutzmasken zu importieren (Registrierung erforderlich!)
  • Spanien: Import medizinischer Produkte nur mit Lizenz möglich
  • Türkei: Samstagsabholung nicht möglich; Export medizinischer Produkte nur nach Genehmigung
  • Nord-Zypern: Service eingestellt

Afrika / Nahost

  • Saudi-Arabien: Import von Masken nur bei Registrierung/nach Genehmigung

Amerika / Karibik

  • Bahamas: aufgrund Lockdowns keine Zustellung möglich (vorerst bis 25. August)
  • Brasilien: kein Export von Produkten zulässig, die in Zusammenhang mit COVID-19 stehen
  • Kuba: Service eingestellt
  • USA: Import von Medikamenten streng kontrolliert (genaue Inhaltsbeschreibung erforderlich); Kein Import von rezeptfreien Medikamenten durch Privatpersonen (gilt auch für B2C!); Versand von Schutzausrüstung erfordert genaue Herstellerangaben

Asien / Pazifik

  • Australien: Kundenschalter im Bundesstaat Victoria und in Melbourne vorerst geschlossen; Export von Schutzausrüstung nur für Eigenbedarf, Verwandte, humanitäre Organisationen, australische Hersteller oder Personen, die eine Geschäftsstelle in Australien haben
  • Bhutan: aufgrund Lockdowns keine Zustellung möglich (vorerst bis 29. August); Ausnahme: medizinische Güter oder besonders eilige Sendungen (Genehmigung erforderlich!)
  • China: aufgrund Lockdowns keine Zustellung in Urumqi möglich (vorerst bis 22. August); ansonsten: Export medizinischer Produkte nur nach Registrierung und Bereitstellung erforderlicher Exportdokumente
  • Indien: aufgrund Lockdowns keine Zustellung in ausgewählten PLZ-Gebieten (vorerst bis 31. August)
  • Indonesien: Export von Gesichtsmasken bis auf Weiteres untersagt
  • Nepal: Import auf Packstücke bis maximal 100 kg und kleiner als 100x80x80cm beschränkt
  • Osttimor: Zustellung nur von Packstücken bis maximal 70 kg (max. 32 kg pro Paket) und kleiner als 80x80x80cm zulässig
  • Philippinen: Lokale Einschränkungen bis vorerst 31. August
  • Sri Lanka: Export von Masken nur nach Genehmigung
  • Taiwan: Export von Schutzmasken nur nach Genehmigung (Masken ohne Filter gegen Vorlage einer eidesstattlichen Erklärung)
  • Thailand: Export von Schutzmasken/Import medizinischer Produkte nur nach Genehmigung
  • Vietnam: Import medizinischer Produkte erfordert Lizenz

DPD empfiehlt allen Empfängern, eine Abstellgenehmigung zu erteilen, um den persönlichen Kontakt so gering wie möglich zu halten.

Quelle: DPD, 24.08.2020

Wie sollten Sie als Onlinehändler auf das Coronavirus in der Logistik reagieren?

In dieser Krisenzeit schließen wir den Artikel mit 5 praktischen Tipps für Onlinehändler ab. Bewahren Sie Ihre Ruhe und machen Sie unbeirrt weiter! Zusammen meistern wir die Krise und starten bald wieder erfolgreich durch. Und das Wichtigste: Bleiben Sie gesund!

  1. Bleiben Sie informiert: Die Entwicklungen in der Corona-Krise und die Auswirkungen auf den Onlinehandel sind unvorhersehbar. Deshalb sollten Sie sich stets über aktuelle Neuigkeiten im Hinblick auf behördliche Anordnungen und Versandeinschränkungen informieren.
  2. Passen Sie Ihre Budgeterwartungen an: Versuchen Sie etwaige Gewinneinbußen in Ihre Budgetplanung zu berücksichtigen und sparen Sie Ausgaben für Paid Advertising gegebenenfalls ein und setzen Sie stärker auf SEO.
  3. Berücksichtigen Sie neue Lieferanten: Wenn Sie Ihre Produkte bisher aus anderen Ländern wie China bezogen haben, sollten Sie sich nun nach neuen, lokalen Lieferanten umsehen, da es derzeit zu Lieferengpässen kommen kann.
  4. Flexibilisieren Sie Ihren Versand: Nutzen Sie mithilfe von Versandplattformen wie Sendcloud möglichst viele verschiedene Paketdienste, um auf etwaige Ausfälle sowie Versandwünsche Ihrer Kunden schnell reagieren zu können.
  5. Kooperieren Sie mit Shops: Durch Kooperation meistern Sie gemeinsam Probleme wie Lieferengpässe. Auch durch Partnerschaften im stationären Handel profitieren Sie langfristig (z.B. Initiative “Händler helfen Händlern”).

Gemeinsam sind wir stark – gemeinsam schaffen wir das!

Zu guter Letzt: Denken Sie an Ihre eigene Gesundheit und die der Menschen um Sie herum und passen Sie auf sich auf!

Haben Sie in dieser unsicheren Zeit Fragen zu Ihren Sendungen? Fühlen Sie sich frei, einen Kommentar zu hinterlassen oder kontaktieren Sie uns jederzeit über den Live-Chat (werktags von 9 bis 18 Uhr).

Sind Sie auf Veränderungen gut vorbereitet und können Sie im Notfall jederzeit zwischen verschiedenen Paketdiensten wechseln? Melden Sie sich noch heute kostenlos bei Sendcloud an und beginnen Sie sofort mit dem Versand mit mehreren Paketdiensten!

PS: #StaySafe! Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Onlinehandel und auch auf Sendcloud finden Sie in unserem Artikel zur Corona-Krise im E-Commerce!

18 Comments

  • Hoffen wir das der Virus endlich ein Ende nimmt und alles wieder so wie früher wird.

  • Hans Strack sagt:

    Eine Frage: Müssen Pakete, die aus den USA in Deutschland ankommen (hier Flughafen Frankfurt) in Quarantäne?
    Seit 28.03. ist eine Bestellung aus San Francisco auf dem Weg zu mir (mi tUSPS). Die Bestellung lag gemäß Tracking zuerst tagelang in San Francisco, ging dann am 19.04. nach Los Angeles und erreichte Frankfurt am 21.04. Seitdem ist wieder „Funkstille“. Kann es sein, dass das Paket nun in Frankfurt am Flughafen in Quarantäne ist?
    Würde mich über eine kurze Einschätzung und Antwort freuen, vielen Dank!

    • Vinzenz Ager sagt:

      Guten Tag, Hans!
      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Pakete selbst sind in der Regel von Quarantänemaßnahmen nicht betroffen, da sich laut Experten das Virus über Oberflächen nicht ausbreiten kann. Dennoch kann es aufgrund einer hohen Paketmenge bei den Versanddienstleistern und Auswirkungen von Infektionsschutzmaßnahmen aktuell zu Verzögerungen, insbesondere im internationalen Versand kommen. In jedem Fall würde ich Dir raten, mit USPS Kontakt aufzunehmen, um nähere Informationen zu Deinem Paket zu erhalten.
      Viele Grüße, Vinzenz von Sendcloud.

  • Thomas sagt:

    Hallo.
    Wir haben mit DHL einige Pakete nach AUS verschickt. Diese kamen heute zurück. Bekommen wir den Betrag erstattet? Wer zahlt den erneuten Versand?
    Danke!

    • Vinzenz Ager sagt:

      Guten Tag, Thomas!
      Vielen Dank für Deine Frage. Hierbei kommt es darauf an, aus welchem Grund DHL die Pakete zurückgeschickt hat. Ist dies wegen fehlender Versanddokumente oder für den internationalen Versand nicht zugelassener Waren der Fall, so haftet der Händler. Dann wird das Versandunternehmen auch leider keine Kosten erstatten. Sollte es aber daran liegen, dass beispielsweise der Käufer die Sendung nicht angenommen hat, dann sollte dieser auch die Kosten für den erneuten Versand tragen. Alles Weitere kommt auf den genauen Einzelfall an und sollte je nach Situation individuell geklärt werden.
      Viele Grüße, Vinzenz von Sendcloud.

      • Beate sagt:

        Lieber Vinzenz,
        Unsere Maerz Pakete nach Australien wurden von DHL angenommen, wir haben Porto bezahlt und es gab keinen Hinweis darauf dass diese nicht geschickt werden koennen. 2 Wochen spaeter kamen alle Pakete OHNE ERKLAERUNG zurueck zu uns. Diese Pakete verschicken wir seit Jahren, die Versanddokumente waren komplett und wir gehen davon aus dass sie zurueck kamen weil der Transport nach Australien wesentlich teurer geworden oder im Moment nicht moeglich ist. Meine Frage ist nun – wie ist das mit den Portozahlungen? Die Leistung fuer die wir gezahlt haben wurde ja nicht erbracht, insofern sollte DHL zurueckerstatten nach unserem Empfinden. Sicherlich sind wir nicht die EInzigen mit solcherlei Erfahrungen. Was koennen wir tun? Wuerde mich ueber Rat freuen Beate

        • Vinzenz Ager sagt:

          Guten Tage, Beate!
          Wie es scheint, bist Du mit Deinem Problem beim Versand nach Australien nicht alleine. Unsere Nachforschungen haben ergeben, dass es seit Anfang April nicht mehr möglich ist, Pakete nach Australien mit DHL zu verschicken. Augenscheinlich ist Deine Sendung wohl in eben dieses Zeitfenster gefallen. Da DHL, wie Du geschildert hast, die Pakete ohne Erklärung zurückgeschickt hat, rate ich Dir dringend zur direkten Kontaktaufnahme mit DHL. Von der Stellungnahme ausgehend würde ich dann weitere Schritte in Erwägung ziehen. Wie in Deinem Kommentar erwähnt scheint ja hinsichtlich der Versanddokumente alles in Ordnung zu sein, daher bin auch ich der Überzeugung, dass in diesem Fall DHL die Portokosten übernehmen müsste.
          Viel Erfolg, Vinzenz von Sendcloud.

  • Jens sagt:

    Hallo,
    laut der Deutschen Post, die nach meinem Wissen die Briefe der Belgischen Post ausliefert, ist nur mit vereinzelten Einschränkungen hinsichtlich der Laufzeit zu rechnen. Während mein Brief im April nach Belgien in 3 Tagen zugestellt war, warte ich nun auf eine Briefsendung aus Belgien, die vor über 15 Tagen aufgegeben wurde. Haben Sie bereits eine Erfahrung, ob eine derartige Versanddauer mittlerweile normal ist? Besten Dank im Voraus für eine etwaige Rückmeldung. Viele Grüße

    • Vinzenz Ager sagt:

      Hallo Jens!
      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Tatsächlich ist es so, dass die Belgische Post (bpost) vor rund 2 Wochen noch über Verzögerungen in der Briefzustellung informiert hat. Inzwischen scheint sich die Lage allerdings wieder normalisiert zu haben. Eine derart lange Versanddauer sollte also normalerweise nicht mehr vorkommen.
      Viele Grüße, Vinzenz von Sendcloud.

  • Christofer sagt:

    Seit 7 Jahren bin ich nun selbständiger online Händler doch an der corona Krise geh ich nach und nach kaputt.
    Kein Versand mehr nach Australien mehr wieder warenpost noch Paket.
    Seit nun 5 Wochen kann ich meine Bestellungen nicht versenden.
    Was soll ich nur tun und wann geht’s weiter?

    • Vinzenz Ager sagt:

      Guten Tag, Christofer!
      Es ist in der Tat sehr bedauerlich, dass die Corona-Krise Dir und Deinem Onlineshop so große Probleme bereitet. Wann der Versand nach Australien wieder möglich sein wird, wissen wir leider auch nicht genau. Hier gilt es, sich über die aktuellen Entwicklungen bei den Versandunternehmen täglich neu zu informieren. In der Zwischenzeit kann ich Dich noch auf unser Corona-Action-Sheet verweisen, wo Du den einen oder anderen Tipp findest, der vielleicht auch Dir weiterhilft.
      Alles Gute, Vinzenz von Sendcloud.

  • Nina sagt:

    Hallo! Ich habe am 22.5. ein Päckchen nach Österreich geschickt. Bis jetzt ist es noch nicht angekommen und es ist ja schon über 4 Wochen her. Gibt es da einige Infos, was den Versand angeht?

    • Vinzenz Ager sagt:

      Guten Tag, Nina!
      Eine Versandzeit von mehr als 4 Wochen für den Versand von Deutschland nach Österreich erscheint mir mehr als unüblich, insbesondere da derzeit keine Corona-bedingten Einschränkungen bekannt sind. Leider musst Du wohl davon ausgehen, dass Deine Lieferung auf dem Versandweg irgendwo hängengeblieben ist. Setze Dich am besten mit dem von Dir beauftragten Versanddienstleister in Verbindung, um den Verblieb des Päckchens zu klären.
      Viele Grüße, Vinzenz von Sendcloud.

  • Barbara sagt:

    Hallo,
    danke für euren Artikel. Wisst ihr, wie ich im Moment einen Brief (evtl. als EInschreiben) nach Chile versenden kann? Auf der Seite der Deutschen Post steht, dass Chile gerade nicht beliefert wird von ihnen. Kennt ihr irgendwelche Alternativen hierzu (für Privatkunden), die momentan funktionieren?
    Danke und viele Grüße.

    • Vinzenz Ager sagt:

      Guten Tag, Barbara!
      Vielen Dank für Deine Nachricht! Bitte beachte, dass wir bei Sendcloud allein den Paketversand für Geschäftskunden anbieten und somit leider zu Fragen des privaten Briefversands keine verbindliche Auskunft geben können. In der Tat scheint es aber so, dass der Briefversand nach Chile derzeit nicht möglich ist. Was den internationalen Briefversand angeht, mangelt es zudem an geeigneten Alternativen zur Deutschen Post. Wir wünschen Dir dennoch viel Erfolg, vielleicht legt sich die Situation ja bald wieder.
      Viele Grüße, Vinzenz von Sendcloud.

  • Nastia sagt:

    Hallo, ich hab eine Frage ich möchte ein Album aus England kaufen aber bin mir nicht so sicher ob es überhaupt möglich ist wegen corona…

    • Vinzenz Ager sagt:

      Guten Tag, Nastia!
      Vielen Dank für Deine Nachricht! Aktuell steht dem Versand aus England nichts im Wege, beachte allerdings, dass aufgrund der aktuellen Umstände mit Lieferverzögerungen gerechnet werden muss. Überprüfe daher die genauen Lieferbedingungen beim jeweiligen Onlineshop, bzw. dem liefernden Versandunternehmen.
      Viele Grüße, Vinzenz von Sendcloud.

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