Der Erfolg des Onlinehandels endet schon lange nicht mehr an den Ländergrenzen. Was vor ein paar Jahren noch ein neuer Trend war, ist heutzutage vielmehr ein Muss für Onlinehändler, die längerfristig konkurrenzfähig sein wollen. Die Rede ist vom Cross Border Handel. Zwar eröffnet der grenzüberschreitende Handel Zugänge zu neuen Kundengruppen im Ausland, jedoch ist dies mit einigen Herausforderungen verbunden.

Diese Herausforderungen müssen Sie beim Cross Border Handel meistern

Derzeit wächst der Cross Border Handel jährlich mit 25%. Bis zum Jahr 2020 wird voraussichtlich weltweit eine Billionen US-Dollar mit cross-border-e-commerce umgesetzt. Wir verraten Ihnen hier, was Sie beim grenzüberschreitenden Handel zu beachten haben.

Führen Sie eine Ziellandrecherche durch

Stürzen Sie sich nicht Hals über Kopf in den Cross Border Handel. Beginnen Sie stattdessen in Ruhe mit einer ausführlichen Recherche über Zielland und vorherrschende Kundengewohnheiten. Folgende Fragen sollten Sie sich unter anderem stellen:

  • Existiert im jeweiligen Zielland eine Nachfrage für Ihre Produkte?
  • Welche Mitbewerber sind im Zielland bereits vertreten? Können Sie diese unter Umständen als Partner gewinnen?
  • Welche Versanddienstleister stehen vor Ort zur Verfügung und welche Gebühren fallen an?
  • Und schlussendlich: Lohnen die entstehenden Kosten den Aufwand?

Am Ende einer ausführlichen Recherche sollten Sie eine Liste von möglichen Zielländern vor sich haben.

„Übersetzen“ Sie Ihren Onlineshop

Zuallererst müssen Sie den Sprachmodus in Ihrem Webshop anpassen. Gibt es für Ihren Shop ein plausibles landessprachliches Modul? Dann ist der Wechsel mit wenigen Mausklicken erledigt. Lassen Sie den Wechsel von Muttersprachlern oder geübten Sprechern der jeweiligen Sprache überprüfen, um Missverständnisse zu vermeiden. Oftmals ist es allerdings sinnvoll einen neuen Onlineshop für das Zielland zu eröffnen.

Mit einer bloßen Übersetzung der Artikelbeschreibungen ist es in der Regel nicht getan. Da besagte Beschreibungen nicht selten über Kauf und nicht Kauf entscheiden, ist hier die Hilfe eines Profis gefragt. Diese können dafür sorgen, dass die Texte die Produkte sowohl realitätsnah und detailliert beschreiben, als auch Luft auf den Kauf machen.

Auch im Backend sollten Sie gründlich sein. Dies betrifft vor allem die korrekte Kennzeichnung von Pflichtfeldern, sowie die Bearbeitung von Versandadressen. So wird beispielswese nicht überall die Hausnummer hinter die Adresse gestellt o.Ä.

Haben Sie das Recht auf Ihrer Seite

Jedes Land variiert was seine Rechte angeht. Um Fehler zu vermeiden, greifen Sie an dieser Stelle besser auf die Hilfe eines Anwalts zurück. Besonderen Fokus sollten Sie auf die Liefer- und Versandbedingungen legen: (Zusatz-)Kosten, Lieferzeit, Retourenabwicklung, diverse Fristen und Co. Natürlich stets unter den im Zielland vorherrschenden Verbraucherrechte. Erkundigen Sie sich außerdem u.a. darüber, welche Lieferscheine benötigt werden und welche zollrechtlichen Bestimmungen beachtet werden müssen.

Hinweis: Kunden aus dem In- und Ausland sollte es möglich sein sich bei Fragen o.Ä. per Telefon, Chat oder Email bei Ihnen zu melden. Denken Sie an dieser Stelle über einen Kundenservice in der jeweiligen Landessprache nach.

Achten Sie des Weiteren auf die korrekte Darstellung des Datenschutzrechts.

cross border handel

Bieten Sie eine Vielfalt an Zahlungssystemen an

Andere Länder, andere präferierte Zahlungsmethoden. Für jedes Zielland gibt es verschiedene landestypische Zahlungssysteme. Welche davon Konsumenten in Ihrem Zielland verwenden, lässt sich im Anschluss an Ihre Recherche über Erfahrungsberichte leicht herausfinden. Sie selbst können entscheiden, welche Zahlungssysteme Sie anbieten. Die Optionen Kreditkarte und PayPal sollte jedoch ganz oben auf der Liste stehen.

Sollten Sie in außerhalb des Euro-Raums versenden, geben Sie die Preise in der jeweiligen Landeswährung an. Achten Sie letztendlich auf eine transparente Preispolitik und weisen Sie so früh wie möglich auf Versand-, Retouren und sonstige Kosten wie zum Beispiel Zollgebühren hin.

Organisieren Sie Ihren Versand und Ihre Retouren

Vor dem Versenden Ihrer Artikel, müssen diese ordnungsgemäß verpackt werden (LINK). Informieren Sie sich im Vorhinein darüber, welche Produkte auf dem Verpackungsmaterial wie gekennzeichnet sein müssen. Auch diese Vorschrift kann von Land zu Land variieren.

Die hohen Ansprüche der Konsumenten an eine Lieferung machen an Landesgrenzen nicht Halt. Soll heißen, sie erwarten trotz Cross Border Handel vielfältige Lieferoptionen, eine schnelle und zuverlässige Zustellung und ein garantiertes Lieferdatum (dies am besten inklusive einer möglichst genauen Uhrzeit).  Informieren Sie Ihre Kunden zudem so früh wie möglich bezüglich der Lieferzeit und dem Ablauf im Falle einer Retoure.

Hinweis: Achten Sie auf korrekte Daten. Auch kleinste Fehler in Namen und Adressen oder in Schreibweisen können dazu führen, dass Pakete nicht korrekt zugestellt oder retourniert werden.

Wie Sie also sehen, bedeutet Cross Border Handel mehr, als die bloße Übersetzung Ihres Onlineshops in die Sprache Ihres Ziellandes. Eine Einstiegsoption für den grenzübergreifenden Handel ist der Handel über virtuelle Marktplätze wie Amazon, eBay, Taobao (in China) oder Rakuten (in Österreich).

Haben Sie noch Anregungen oder Fragen zum internationalen Versand und Rückversand? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Übrigens stehen Ihnen jetzt internationale Retouren mit DPD zur Verfügung, wodurch der Retourenprozess noch einfacher wird. Ansonsten wünschen wir Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Leave a Reply