Auch 2018 können Sie sich auf einige E-Commerce Trends gefasst machen, die ihren Einzug in Onlineshops machen werden. Trends sind aber nicht immer einfach zu bewerten: Werden sich die damit verbundenen Mühen auszahlen und mein Onlineshop langfristig davon profitieren? Oder ist es bloß ein kurzzeitiger Trend, der nach einem Monat schon wieder abflaut und dem keine Beachtung geschenkt werden muss? Einschätzungen müssen Sie als Onlinehändler ganz individuell treffen. Deshalb fragen Sie sich am besten, ob die folgenden Innovationen für Ihren eigenen Onlineshop und Ihre Zielgruppe tatsächlich notwendig sind oder nicht.

10 E-Commerce Trends für 2018

1. Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenz wird immer mehr Raum einnehmen und eines der wichtigsten Themen 2018 sein. Dementsprechend sind viele aufkommende E-Commerce Trends damit verbunden und basieren auf KI.

Ein Bereich in dem KI und Machine Learning zum Tragen kommt, ist Voice Search. Dadurch wird das Suchverhalten geändert und damit auch Keywords. Nutzer suchen mit Voice Search viel umgangssprachlicher und Keywords werden länger. Dadurch bekommen Sie als Onlinehändler genauere Angaben zur Intention des Suchers.

Mit Hilfe von KI kann auch das Problem bezüglich Fake-Bewertungen beseitigt werden. Denn Fake-Bewertungen mischen sich immer mehr unter wahrheitsgemäße und ehrliche Bewertungen und zerstören das Vertrauen der Konsumenten, sodass diese nicht im Onlineshop einkaufen und Umsatz verloren geht. KI wird bei der Bekämpfung des Problems eine noch wichtigere Rolle einnehmen, als ohnehin schon. Denn KI filtert effizient falsche aus den ernstgemeinten Rezensionen heraus.

2. Individualisierung

Personalisierung ist ein Trend der schon vor einiger Zeit aufgekommen ist. Mittlerweile findet eine Entwicklung von Personalisierung zu Individualisierung statt. Mehr Unternehmen werden ihren Kunden individuelle Shops anbieten, die auf Kundeninteresse, Kaufhistorie und Predictive Analytics basieren. Der Kunde legt ein Profil an, beantwortet Fragen zu seiner Person, wie Hobbys, Lieblingsmarken, Kleidungsstil etc. Außerdem kommen Daten und Algorithmen zum Einsatz, um passende Empfehlungen für den individuellen Kunden abzugeben.

Komplette Landing Pages können ebenfalls nach Nutzer verändert werden. Hier lautet das Zauberwort „Atomic Design“. Darunter versteht man eine Art Baukastensystem aus Website-Inhalten, die auf Basis von Daten immer wieder unterschiedlich zusammengesetzt werden. Das Potential ist hierbei enorm, denn sämtliche Touchpoints können auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten werden.

3. Omnichannel

Der Onlinehandel wird häufig als Bedrohung für den stationären Handel angesehen. Doch Läden sind schon dabei, ihre Attraktivität für Konsumenten wieder zu steigern, indem sie ebenfalls online gehen und Onlinehandel mit Stationärem verknüpfen. Eine Möglichkeit für den Bau dieser Brücke, ist Click & Collect. Diese Option findet man immer häufiger vor, schließlich bietet sie den Vorteil, dass man bequem von zuhause aus bestellen kann, aber Lieferzeit und Versandkosten spart, weil die Bestellung im Laden abgeholt wird. Daneben gibt es noch viele andere Verknüpfungsarten, wie zum Beispiel Showrooms. Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Omnichannel.

4. Augmented Reality (AR)

Auch Augmented Reality wird immer beliebter und schrittweise zum Mainstream. Damit kann ein großes Problem im E-Commerce gelöst werden: Konsumenten möchten Produkte aus- und anprobieren. Vor allem für die Modebranche, die eine hohe Retourenquote aufweist, können virtuelle Anproben eine große Erleichterung darstellen und die Anzahl an Retouren reduzieren. Es existieren bereits AR-Apps, die es ermöglichen, den neuen Esstisch samt Stühlen in der eigenen Wohnung zu erleben. In Zukunft wird AR immer häufiger für Onlineshops genutzt werden und in verschiedenen Branchen Anwendung finden.

E-Commerce Trends: Augmented Reality

5. Alleinstellungsmerkmal

Dass ein Alleinstellungsmerkmal ein Muss für den langfristigen Erfolg Ihres Onlineshops darstellt, ist hoffentlich klar. Warum sollten Konsumenten sonst in Ihrem Onlineshop einkaufen und nicht bei Ihrer Konkurrenz. Da Onlineshops bereits wie Sand am Meer vorhanden sind, wird das Schaffen eines Alleinstellungsmerkmals immer bedeutender. Individuelle Produkte, einzigartige Services und besondere Angebote heben Sie von der breiten Masse ab und bieten dem Kunden einen echten Mehrwert. Versuchen Sie das nicht über Billigpreise, sondern bauen Sie eine außergewöhnliche und unverwechselbare Marke auf.

6. Contextual Commerce

Dinge, die man online sieht, gleich an Ort und Stelle zu kaufen, wäre doch eine tolle Möglichkeit oder? Genau das wird mit Contextual Commerce realisiert. Sogenannte Buy-Buttons werden außerhalb des eigentlichen Shops oder Marktplatzes angebracht, über die der Nutzer den gefundenen Artikel sofort kaufen kann. Der Kauf erfolgt ganz ohne Besuch des Onlineshops. Dadurch werden Impulskäufe gefördert und die Kundenzufriedenheit steigt, da schnell und unkompliziert eingekauft werden kann.

7. Mobileoptimierung

Mobileoptimierung ist keine alte Leier, sondern weiterhin eines der wichtigsten Herausforderungen für Onlinehändler und bleibt daher auch 2018 einer der relevantesten E-Commerce Trends. Die Zahl der mobilen Käufe steigt, aber es gibt immer noch unzählige Onlineshops, die sich nicht damit auseinandergesetzt haben. Diese sollten schleunigst ihre Webauftritte an mobile Endgeräte anpassen. Auch jene, die diese Hürde schon überwunden haben, sollten nochmal genauer hinschauen, ob nicht doch Verbesserungspotential vorhanden wäre. Denn Mobileoptimierung ist schon lange Standard.

8. Optimierung der Ladegeschwindigkeit

Die Ladegeschwindigkeit der Website kann maßgeblich zum Erfolg oder Misserfolg eines Onlineshops beitragen. Die Geduld von Besuchern ist dabei nach wenigen Sekunden ausgereizt. Da Mobile-Commerce heutzutage gang und gäbe ist, ist es notwendig, dass für Mobilgeräte optimierte Inhalte sofort geladen werden. Mit den Accelerated Mobile Pages (AMP) will Google zunehmend Onlineshops dabei unter die Arme greifen. Es existieren bereits alle Komponenten, mit denen typische Shop-Funktionalitäten in AMP abgebildet werden können. Experten rechnen damit, dass einige Onlineshops AMP nutzen werden, um ein schnelleres mobiles Nutzungserlebnis zu schaffen. Da AMP-Seiten auf Google oftmals oberhalb der organischen Suchergebnisse angeboten werden, werden zusätzlich mehr organische Besucher in den Onlineshop gelockt.

9. Foto-Shopping und visuelle Suche

Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte. Die Beliebtheit von visuell ausgelegten Plattformen wie Instagram, Snapchat und Pinterest bestätigen das. 2018 wird man sich verstärkt mit visueller Suche und dem Foto-Shopping befassen. Sobald die notwendige Technologie implementiert wird, genügt ein Foto oder Screenshot von einem Gegenstand, um nach demselben oder einem ähnlichen zu suchen. Tatsächlich hat sich Pinterest mit diesem Thema bereits intensiv auseinandergesetzt und wird häufig als visuelle Suchmaschine genutzt.

E-Commerce Trends 2018: Foto-Shopping

10. Amazon als Werbeplattform

Die Online-Advertising-Plattform ist Amazons am schnellsten wachsende Unternehmen und belegt hinter Google und Facebook Platz 3 und gewinnt an Bedeutung für Onlineshops. Der Wettbewerb auf Amazons Werbeplattform wird allerdings immer härter und die Kosten werden nach oben getrieben. Daher gilt es, effektive Marketing-Kampagnen zu konzipieren, um profitabel zu wachsen.

Lassen wir uns überraschen, welche der E-Commerce Trends den Onlinehandel wirklich beeinflussen werden. Auf ein erfolgreiches neues Jahr für Sie und Ihren Onlineshop!

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