Die Sonne scheint und die Tage werden länger und länger. Für viele bahnt sich der wohlverdiente Sommerurlaub an. Aber während die Sommerlaune boomt, droht vielen E-Commerce-Unternehmen ein Absatzloch. Wie Sie die heiße Jahreszeit trotzdem erfolgreich abschließen, zeigen wir Ihnen in unserem heutigen Artikel.

Verbraucherverhalten und Wetter

Wirkt sich das Wetter auf den Onlineverkauf aus? In diesem Bereich wurde schon viel geforscht. Während einige Studien zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Faktoren gibt, ist es nicht unbedingt so, dass im Sommer online weniger gekauft wird als in den kälteren Monaten. Zwar sind die Leute allgemein mehr draußen und in echten Läden unterwegs, doch wird in der warmen Jahreszeit trotzdem gerne Geld ausgegeben – nicht zuletzt für den Urlaub.

Ein deutlicher Unterschied ist im Onlineshopping-Verhalten zu erkennen. Die Menschen sind mehr unterwegs und weniger hinter dem PC – und nutzen daher vermehrt mobile Geräte für Ihren Einkauf. Auch das Bezahlen über mobile Online Banking Apps wird immer normaler und einfacher. Daher ist eine mobil optimierte und ansprechende Webseite oder App für Ihren Onlineshop unerlässlich und damit die Grundvorraussetzung dafür, nicht ins Sommerloch zu tappen.

9 Tipps für mehr Online-Umsatz im Sommer

1. Bespielen Sie Ihre E-Mail-Liste

Die Urlaubszeit ist ideal dafür geeignet, sich um Ihre bestehenden Kunden zu kümmern. Da diese mehr Zeit auf mobilen Geräten verbringen und allgemein weniger surfen, ist E-Mail der beste Kanal für mehr Engagement. Präsentieren Sie Ihren Kunden ein ansprechendes Sommerangebot oder machen Sie Ihnen ein persönliches Angebot, basierend auf einem früheren Kauf, das Ihnen die Entscheidung erleichtert. Bedenken Sie dabei: E-Mails werden gerade im Sommer noch mehr über Mobilgeräte abgerufen. Daher unbedingt mobil optimierte Templates einsetzen!

2. Starten Sie einen Sommer Sale

Der Sommer ist eine gute Zeit, alte Lagerbestände aufzuräumen. Viele große Unternehmen starten deshalb zu Beginn des Sommers einen großen Sale, der normalerweise von einer umfangreichen Marketingkampagne begleitet wird. Machen Sie’s wie die ganz Großen (wie unser Beispielbanner von Onlinegigant Zalando) – und starten Sie Ihren eigenen Sommer Sale! Indem Sie sich an den Sale größerer Onlineshops anhängen, können Sie von deren Durchschlagskraft profitieren. Mit attraktiven Rabatten werden Leute nicht nur dazu gebracht, mehr zu kaufen, sondern suchen aktiv auch nach anderen Angeboten.

Sommer Sale bei Zalando

Daraus ist letztlich auch der „Black Friday“ entstanden, ein Phänomen aus Amerika, an dem sich mit jedem Jahr auch immer mehr europäische Unternehmen beteiligen. Auch dabei wird im Vorfeld mit gezielten Marketingaktivitäten auf Black Friday Deals aufmerksam gemacht, um so die richtige Zielgruppe anzusprechen und im besten Fall den Umsatz erheblich zu steigern. Tools wie Google Trends und der Google Keyword-Planer können Ihnen dabei helfen, passende Keywords für eine für Ihre Produkte effektive Onlinekampagne zu finden und wirksam einzusetzen.

3. Arbeiten Sie mit Blitzangeboten

Mithilfe von kurzfristigen “Flash Sales” können Sie ein bestimmtes Produkt oder eine Produktkategorie gezielt hervorheben. Indem Sie Ihren Kunden nur 24-48 Stunden Zeit geben, ein Produkt zu kaufen, erzeugen Sie Dringlichkeit und Kaufimpulse. Kündigen Sie Ihre Aktion über Social Media und E-Mail an und stellen Sie dabei sicher, dass alle Links direkt zu einer speziellen Angebotsseite führen – und die Kunden so ohne weitere Umwege auf “Kaufen” klicken können. Indem Sie das Einkaufserlebnis so einfach wie möglich gestalten, können Sie verhindern, dass Interessenten Ihren Shop vorzeitig verlassen.

4. Bieten Sie ein Loyalitätsprogramm an

Loyalitätsprogramme, wie z.B. Shopping Clubs, eignen sich immer noch hervorragend dazu, Leute langfristig an Ihren Onlineshop zu binden – vor allem dann, wenn durch das Sammeln von Punkten Geld bei zukünftigen Käufen gespart werden kann. Wenn Sie mit Ihrem Programm einen echten Mehrwert für Ihre Nutzer bieten, können treue Kunden zu echten Markenbotschaftern werden – was unglaublich wertvoll für die Reichweite Ihres Onlineshops ist. Wie wäre es also mit ein paar attraktiven Sommergoodies im Juli, die Ihre Kunden beim nächsten Einkauf für eine bestimmte Anzahl an Punkten erwerben können?

Proces van customer loyalty program voorbeeld

5. Kurbeln Sie Ihre Sommerverkäufe mit einer Kooperation an

Mit einer effektiven Co-Marketing-Partnerschaft können Sie zusammen mit einem anderen Unternehmen die Werbetrommel für eine bestimmte Produktkategorie schlagen – und so Kunden auf sich aufmerksam machen, die Sie aus eigener Kraft nicht erreicht hätten. Suchen Sie also nach Onlineshops, die eine ähnliche Zielgruppe bedienen und überlegen Sie sich, wie man Ihre Angebote miteinander verlinken könnte. Ein Beispiel einer Kooperation zwei großer Marken präsentiert derzeit die Deutsche Bahn: Zusammen mit Douglas verbindet der Douglas Beauty-ICE den Service Mobilität mit Beauty-Behandlungen an Bord.

6. Haben Sie Spaß

Überlegen Sie sich für die Sommermonate eine spielerische Aktion, die Ihre Kunden dazu ermutigt, mit Ihnen zu interagieren. Ein Paradebeispiel dafür ist diese Facebook-Kampagne von Nike Japan. Wenn es ein Land gibt, das gut darin ist, sich verrückte Dinge auszudenken – dann ist es Japan!

 

So können Sie auf spielerische Weise Ihr Markenimage stärken und mehr Reichweite generieren. Überlegen Sie sich zum Beispiel eine originelle 24h-Aktion für Ihre Social Media Kanäle, bei der der Rabatt prozentual erhöht wird, je mehr Likes Ihr Post erhält.

7. Sommer = Sommerprodukte

Eigentlich selbsterklärend, aber trotzdem wichtig: Fokussieren Sie Ihre Online-Marketing Aktivitäten in den Sommermonaten auf Produkte, die sich in der warmen Jahreszeit besser verkaufen – Freizeitprodukte gehen dabei besonders gut. So können Sie Ihren Absatz deutlich steigern! Beispiele für Produktkategorien, für die im Sommer gerne mehr Geld ausgegeben werden sind z.B. Haut-/Sonnenpflege, Haus- und Gartenmaterialien, Bade- und Strandprodukte oder Kamerazubehör.

8. Verbreiten Sie Sommerstimmung

Versetzen Sie sich und Ihre Kunden in Sommerlaune! Verpassen Sie Ihrem Shop einen Sommerlook indem Sie beispielsweise Ihr Logo aufpeppen, und passen Sie die Headerbilder Ihre Social Media Kanäle an. Das vermittelt Ihren Kunden Aktualität und Relevanz – und sorgt für mehr Klicks auf Banner und Visuals anderer Online-Marketing-Kampagnen.

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9. Lassen Sie Ihre Kunden zu Wort kommen

Sie haben einen Onlineshop mit vielen echten Fans? Dann können Sie auch Inhalte Ihrer Kunden für sich verwenden! Bitten Sie Ihre Kunden z.B., Videos über die Verwendung Ihrer Produkte zu drehen oder ihre Erfahrung mit einem Blogartikel zu dokumentieren. Der Vorteil von User Generated Content ist die hohe Authentizität der Inhalte, mit gleichzeitig geringem Kosten- und Zeitaufwand für Sie selbst. Gleichzeitig können Sie Ihre Kundenbeziehungen stärken und eventuelles Feedback zu Ihren Produkten in Ihre Strategie einfließen lassen. Win Win!

Sales Kampagnen starten – oder doch lieber hinter den Kulissen arbeiten?

Es gibt natürlich auch andere Dinge, auf die Sie sich während den ruhigeren Sommermonaten konzentrieren können. Denken Sie antizyklisch: Bereiten Sie Ihren Shop auf die kommenden Monate vor. Überlegen Sie sich frische Marketingstrategien für hektischere Zeiten und nutzen Sie die Zeit, um Ihre Marke neu zu positionieren und Ihre Kunden auch in Zukunft mit kreativen Ideen zu überzeugen.

Betreiben Sie “Sommerputz” auf Ihrer Webseite und bringen Sie Ihre Webseiteninhalte auf Vordermann: Dazu gehören z.B. die Überarbeitung von SEO-freundlichen und Keyword-optimierten Produktbeschreibungen und das Erstellen von qualitativ hochwertigen Produktbilden. Das führt zwar meist nicht zu einem direkten Anstieg Ihrer Onlineverkäufe, aber eine verbesserte User Experience wird sich langfristig positiv auf Ihre Besucherzahlen auswirken.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit diesen Tipps! Machen Sie das Beste aus diesem Sommer.

 

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