Wenn Sie als Onlinehändler Produkte außerhalb der EU versenden möchten, müssen Sie einige Formalien berücksichtigen. So hat jedes Land seine eigenen Regeln in Bezug auf Zoll und Einfuhrabgaben. Aber auch jeder Versanddienstleister hat wiederum eigene Anforderungen und Versandbedingungen. Wie können Sie also sicherstellen, dass Ihre Kunden aus der Schweiz, Südafrika oder den USA ihre Bestellungen rechtzeitig erhalten und ein internationaler Versand von Paketen problemlos vonstatten geht? Es ist wichtig, dass Sie sich im Vorfeld darüber Gedanken machen, welche Produkte überhaupt für den internationalen Verkauf zur Verfügung stehen. Danach ist zu überlegen, welche Versandoptionen am besten passen, welche Zollformulare benötigt werden und welche Regeln Sie nicht vergessen sollten.

Die Welt des Onlinehandels gehört Ihnen und SendCloud unterstützt Sie gerne dabei! Aus diesem Grund haben wir ein Whitepaper mit 10 ultimativen Tipps für Sie zusammengestellt, damit auch Sie zukünftig erfolgreich international versenden können. Im Folgenden geben wir Ihnen eine Vorschau über all das, was Sie im Whitepaper erwartet:

10 ultimative Tipps für den internationalen Paketversand

Längst ist es nichts Ungewöhnliches mehr, Kleidung aus den USA oder Schuhe aus China zu bestellen. Aber auch deutsche Onlineshops erfreuen sich bei ausländischen Kunden immer größerer Beliebtheit. Wussten Sie, dass z.B. 72% aller österreichischen Onlineshopper regelmäßig in deutschen Onlineshops bestellen? Für Onlinehändler bedeutet dies: Onlineshopper erwarten schnelle und unkomplizierte Lieferungen, egal aus welchem Land die Bestellung stammt. Daher sollten Sie sich gut mit den verschiedenen Versandoptionen und Zollbestimmungen der jeweiligen Länder vertraut machen. Damit auch Ihr Onlineshop Pakete problemlos an Kunden im Ausland versenden kann, haben wir 10 ultimative Tipps für einen reibungslosen internationalen Versand für Sie zusammengestellt.

Versandverpackung für den internationalen Versand

Ihr Paket muss aller Wahrscheinlichkeit nach einen langen Frachtweg zurücklegen. Daher beginnt ein optimaler Versand auch immer mit einem gut verpackten Produkt. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie einen stabile Versandverpackung verwenden. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von internationalen Bestimmungen, die Sie einhalten müssen:

  • Vergewissern Sie sich, dass das Paket stabil ist und gemäß internationalem Standard einem Sturz von 1,5 Metern standhält.
  • Polstern Sie Ihre Produkte und füllen Sie die Verpackung mit Füllmaterialien wie Schaumstoff, Luftpolsterfolie oder Luftkissen.
  • Beachten Sie, dass Zeitungspapier in bestimmten Ländern aufgrund von Zensurregelungen nicht als Füllmaterial verwendet werden darf.
  • Verstärken Sie die Kanten und Öffnungen der Versandverpackung mit zusätzlichem Klebeband.

Ländertypische Adressierung

Eine richtige ländertypische Adressierung ist für die Zustellung Ihrer Sendungen unerlässlich. Wichtig: Beachten Sie das jeweilige Adressformat des Ziellandes, das zuweilen stark variieren kann. Geben Sie neben einer eindeutigen Adresse auf dem Versandetikett auch immer die E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Kunden an den Versanddienstleister weiter. Dies erhöht die Lieferbereitschaft erheblich und Sie reduzieren das Risiko einer Falschzustellung. Gerade beim internationalen Versand sollten Sie nichts dem Zufall überlassen!

DSGVO

Die Angabe der Telefonnummer auf der Außenseite des Pakets ist innerhalb der EU aufgrund gesetzlicher Datenschutzbestimmungen nicht zulässig. Dennoch wird die Telefonnummer des Empfängers von Versanddienstleistern berücksichtigt. Aber wie? Wenn Sie ein Versandtool wie SendCloud verwenden, wird die Telefonnummer automatisch an den jeweiligen Versanddienstleister mitgeteilt, ohne dabei auf dem Versandetikett zu erscheinen. Auf diese Weise erhöhen Sie die Chance auf ein erfolgreich zugestelltes Paket erheblich. Für Länder außerhalb der EU ist es wiederum empfehlenswert, die Kontaktdaten auf dem Versandetikett anzugeben.

Standardversand oder Expressversand?

Berücksichtigen Sie die durchschnittliche Lieferzeit einer internationalen Versandoption genau – und kommunizieren Sie diese klar und deutlich mit Ihren Kunden. Normale Postsendungen nach Brasilien können z.B. für mehr als einen Monat unterwegs sein, bevor sie zugestellt werden. Dabei sind Standardlieferungen selbstverständlich langsamer als Expresslieferungen wie beispielsweise mit DHL Express oder UPS Express.

Geben Sie Ihren Kunden immer die Wahl, ihre Sendungen entweder per Express (z.B. gegen einen Aufpreis) zu versenden oder den Standardversand zu wählen. Mit SendCloud können Sie problemlos die Versandoptionen der führenden Versanddienstleister wie Deutsche Post, DPD, DHL, GLS und UPS nach Bedarf kombinieren und in Ihrem Checkout anbieten.

Internationaler Versand - Expressversand mit UPS Express und SendCloud

Welche Produkte dürfen international versendet werden und welche nicht?

Jedes Land und jeder Versanddienstleister hat individuelle Regeln, was international versendet werden darf und was nicht. Am besten lassen sich solche Vorgaben auf den Webseiten der jeweiligen Versanddienstleister nachlesen. UPS hat hierfür ein praktisches Tool entwickelt, mit dem Sie die spezifischen Bedingungen eines Landes einsehen können.

Folgende Produkte sind für den internationalen Versand meist nicht erlaubt:

  • Alkoholische Getränke
  • Zigaretten
  • Spraydosen
  • Waren mit begrenzter Haltbarkeit
  • Benzin oder Öl
  • Nagellacke
  • Parfüm
  • Feuerlöscher
  • Gasmasken
  • Lottoscheine
  • Rohdiamanten
  • Beschädigte Batterien

Versicherter Versand weltweit

Versenden Sie Waren von hohem Wert? Dann ist es ratsam, eine zusätzliche Versandversicherung in Erwägung zu ziehen. So sind Sie stets abgesichert, denn die Versicherung übernimmt im Fall einer Beschädigung oder Verlust den Wert der versicherten Ware. Sie sollten wissen, dass Auslandslieferungen vergleichsweise häufiger verloren gehen als nationale Sendungen.

Wenn Sie keine größeren Mengen ins Ausland versenden, ist es auch möglich, eine separate Versandversicherung pro Paket abzuschließen. Versenden Sie über SendCloud, können Sie Ihre Pakete problemlos und automatisch zu einem erschwinglichen Preis ab 0,50 Euro versichern. Hier erhalten Sie weitere Informationen zum versicherten Versand mit SendCloud.

Zollvorschiften beachten

Beim internationalen Versand von Paketen ist es wichtig, die örtlichen Zollvorschriften und Zollbestimmungen zu beachten. Denn wenn Sie Pakete außerhalb der EU versenden möchten, kommen Sie um den Zoll nicht herum. Aber mit einem gut und vollständig ausgefüllten Zollformular ist das kein Problem mehr. Informationen zu den Formularen finden Sie bei den jeweiligen Versanddienstleistern (z.B. bei DHL und beim Zoll).

Die Behörden intensivieren stetig ihre Kontrollen bezüglich der Waren, die in das jeweilige Land importiert werden dürfen. Ab dem 1. Januar 2019 wurde daher die Auskunftspflicht für den Warenversand außerhalb der EU verschärft. Das bedeutet, dass alle Zollformulare vollständig und korrekt ausgefüllt werden müssen. Wenn das jedoch nicht der Fall ist? Dann kann das Anlass dazu sein, dass Ihre Sendung einbehalten und nicht zum Empfänger weitergeleitet wird. Wie schon mehrmals erwähnt: Es ist wichtig, dass Sie alle Formulare sachgemäß und vor allem vollständig ausfüllen (auch wenn Ihnen manche Felder als unnötig oder nicht obligatorisch erscheinen). In unserem Whitepaper erklären wir Ihnen im Detail, wie die Zollanmeldung korrekt und ordnungsgemäß auszufüllen ist.

Internationaler Versand mit SendCloud - Welche Zollformulare sind notwendig? CN22, CN23, CP71?

Welche Zollformulare sind notwendig?

Möchten Sie ein Paket in ein Land außerhalb der EU versenden? Dann muss diesem Paket immer eine Zollinhaltserklärung CN22 oder CN23 beigefügt werden. Verzögerungen und Wartezeiten können von Ihnen selbst vermieden werden, je vollständiger Sie die Formulare ausfüllen. Um unnötige Verzögerungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Dokumente und Formulare sicherheitshalber in doppelter Ausführung hinzuzufügen und am besten immer auf Englisch auszufüllen. Wichtig: Je nachdem, was Sie versenden und wohin das Paket geht, fügen Sie Ihrer Sendung entweder ein CN22 oder CN23 Formular hinzu und zusätzlich auch die CP71 Paketkarte bzw. die Handelsrechnung.

  • Zollinhaltserklärung CN22
    Beim Versand von Waren bis zu 2 kg und einem Warenwert bis zu 425,- Euro verwenden Sie die Zollinhaltserklärung CN22, die auf die Außenseite des Päckchens angebracht werden muss.
  • Zollinhaltserklärung CN23
    Für den Versand von Paketen mit einem Gewicht von mehr als 2 kg und/oder einem Warenwert von mehr als 425,- Euro benötigen Sie die Zollinhaltserklärung CN23. Das CN23-Formular ist umfangreicher als das CN22-Formular und sollte ebenfalls auf der Außenseite der Versandverpackung angebracht werden.
  • Paketkarte CP71
    Das CP71-Formular ist ein obligatorisches Begleitdokument des CN23-Formulars und dient als Adresskarte.
  • Handelsrechnung
    Zu jeder kommerziellen Sendung muss die Handelsrechnung beigelegt werden. Bei diesem Dokument handelt es sich um ein verbindliches Zolldokument, das unter anderem verschiedene Vereinbarungen enthält (z. B. wer die Zollgebühren zu tragen hat).
  • Certificate of Origin / Ursprungszeugnis
    Das Certificate of Origin bzw. Ursprungszeugnis gibt die Herkunft eines Produkts an. Eine ganze Reihe von Ländern außerhalb der EU benötigen für den Import von Waren einen Herkunftsnachweis. Ein Herkunftsnachweis kann über die Webseite der Handelskammer angefordert werden und über diesen Link können Sie erfahren, ob Sie einen Herkunftsnachweis für Ihre Sendung benötigen.

Normalerweise müssen Sie drei Ausdrucke der Handelsrechnung beilegen. Ein Ausdruck für das Land, aus dem Sie exportieren, ein Ausdruck für das Land, in das Sie versenden und ein Ausdruck für den Empfänger. Zwei der Exemplare müssen auf der Außenseite des Pakets angebracht sein. Das dritte Exemplar kommt abschließend normalerweise in das Paket. Beachten Sie jedoch, dass einige Versanddienstleister diesen Prozess unterschiedlich handhaben –UPS beispielsweise möchte alle drei Exemplare auf der Außenseite der Sendung angebracht haben. Vergessen Sie zudem nicht, die Handelsrechnung zu unterschreiben, um Verzögerungen zu vermeiden.

Beim Ausfüllen dieser Dokumente sollten Sie die folgenden Aspekte berücksichtigen:

  • Beschreiben Sie jeden einzelnen Artikel separat auf dem Formular.
  • Geben Sie das Gesamtgewicht und den Gesamtwert des Inhalts an, auch wenn es sich um ein Geschenk oder eine Probe handelt.
  • Geben Sie jeden Artikel mit dem 6-stelligen HS-Code an. Die HS-Codeliste finden Sie unter: www.tariffnumber.com
  • Vergessen Sie nicht, das Datum hinzuzufügen und zu unterschreiben.

Incoterms im internationalen Verkauf

Die Incoterms, auch International Commercial Terms oder Internationale Handelsbedingungen genannt, sind standardisierte internationale Abkommen über den Transport von Gütern. Diese Bestimmungen legen z.B. fest, welcher Vertragspartner die Transportkosten, Transportdokumente und Transportversicherungen vermittelt und bezahlt und welcher Vertragspartner im Verlust- oder Beschädigungsfall haftet. Seit 2010 wurden die Incoterms immer wieder aktualisiert. Einen detaillierten Überblick über die Bedeutung, Funktion und Handhabung von Incoterms sowie eine zusammenfassende Infografik erhalten Sie hier.

Wenn Sie nicht wissen, welchen Incoterm Sie verwenden sollten, dann empfehlen wir Ihnen immer den DAP. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, dass Sie als Verkäufer die Versandkosten tragen, die Versandversicherung abschließen und die Exportdokumente ausstellen müssen. Der Empfänger hingegen trägt alle Import- und Zollkosten.

Internationaler Versand mit SendCloud: Incoterms im internationalen Verkauf - Empfehlung: DAP

Zusätzliche Kosten bei grenzüberschreitendem Versand

Apropos Import- und Zollkosten: Bei Sendungen außerhalb der EU sind zusätzliche Kosten durch den Zoll vorprogrammiert. Stellen Sie als Onlinehändler sicher, klar zu kommunizieren, welche Ausgaben auf Ihre Kunden zukommen. Niemand wird gerne im Nachhinein mit zusätzlichen Kosten überrascht. Wurden Ihre Kunden vorab nicht ausreichend informiert, können sie das Paket ablehnen und die Gebühren für die Rücksendung und Zoll fallen auf Sie zurück. Außerdem verlieren Sie sehr wahrscheinlichen dauerhaft diese Kunden, da sie nicht mit diesen Mehrkosten gerechnet hatten und daher nicht erneut in Ihrem Onlineshop bestellen werden.

Noch Fragen? Kontaktieren Sie Ihren Versanddienstleister – oder uns

Der internationale Vertrieb bietet viele Möglichkeiten für Ihren Onlineshop, aber Sie müssen viele Formalien berücksichtigen. Haben Sie noch Fragen zum internationalen Versand von Paketen? Dann kontaktieren Sie unbedingt den Versanddienstleister, mit dem Sie Ihr Paket versenden möchten, denn jeder Versanddienstleister kennt die neuesten Zollbestimmungen für das Bestimmungsland. Zögern Sie deshalb nicht, diese zu kontaktieren und etwaige Unklarheiten für sich und Ihre Kunden aus dem Weg zu räumen.

Auch wir bei SendCloud stehen Ihnen gerne jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, um gemeinsam unnötige Verzögerungen für Ihre Kunden vorzubeugen. Bitten Sie daher auch im Voraus Hilfe, wenn diese als notwendig erscheint. Wir helfen Ihnen gerne! Zögern Sie nicht, uns im Zweifelsfall immer zu kontaktieren. Man kann schließlich nie genug Fragen stellen, oder?

Whitepaper: Problemlos international versenden

Wenn Sie auch einfacher und kostengünstiger international versenden möchten, dann sind Sie bei SendCloud genau richtig. Mit SendCloud automatisieren Sie nicht nur alles vom Drucken von Versandetiketten über das Senden von Tracking-Benachrichtigungen bis hin zu Ihren Retouren, sondern Sie profitieren auch von den günstigen SendCloud Konditionen für den internationalen Versand.

Möchten Sie mehr über den internationalen Versand von Paketen und zu den 10 Tipps in diesem Artikel erfahren? Dann laden Sie hier unser kostenloses Whitepaper herunter.

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2 Comments

  • Tilman Bremer sagt:

    Habe diesen Beitrag hier gerade eher zufällig gefunden, ich war eigentlich auf der Suche nach etwas anderem. Dennoch möchte ich erwähnen, das die Angaben zu Sendungen ins Nicht-EU-Ausland (Ausfuhrsendungen) nicht ganz korrekt sind. Soweit ich weiß gibt es die Begriffe „kleine“ und „große Ausfuhrerklärung“ nicht. Es handelt sich um das einstufige und das zweistufige Verfahren der Ausfuhranmeldung. Richtig ist, dass das einstufige Verfahren offiziell für Sendungen mit Wert bis 3000€ ausreicht. Leider muss man dazu sagen, dass zumindest mit DHL ab 1000€ direkt das zweistufige Verfahren mit Vorabfertigung bei der Binnenzollstelle notwendig ist, das einstufige ist bei DHL im Paketdienst nicht möglich. Ohne es konkret zu wissen, gehe ich davon aus, dass das sogar auf alle Paketdienste zutrifft. Einfach weil diese grundsätzlich ähnlich organisiert sind. Das einstufige Verfahren ist eigentlich nur in Zusammenarbeit mit Speditionen möglich. Man sollte vielleicht auch erwähnen, dass es sich nicht nur um ein Dokument handelt, das ausgefüllt werden muss (der Begriff Erklärung kann hier missverständlich sein). Die Ausfuhranmeldung muss elektronisch geschehen, z.B. über die Internetausfuhranmeldung (IAA-Plus) vom Zoll (Registrierung + ELSTER-Zertifikat notwendig!).

  • Alexis Seyfried sagt:

    Hallo Herr Bremer, vielen Dank für Ihren Input. Wir werden die Richtlinien zu den ein- und zweistufigen Verfahren nochmals recherchieren und den Artikel dementsprechend aktualisieren. Beste Grüße, Alexis von SendCloud

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